Hochstraße Süd - Abbruch wird am kommenden Montag fortgesetzt / Leichte Verzögerung durch Unachtsamkeit eines Baggerfahrers Stützpfeiler härter als vermutet

Von 
Bernhard Zinke
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Hinter dem Faktorhaus (links) werden ab Montag die verbliebenen pilzförmigen Pfeiler abgebrochen – mit leichter Verzögerung. © Achim Keiper

Ludwigshafen. Nachdem die Pilzhochstraße im Bereich zwischen Berliner Platz und Mundenheimer Straße in einem ersten Kraftakt verschwunden ist, geht der weitere Abriss von Resten hinter dem Faktor-Haus mit einigen Tagen Verspätung erst am kommenden Montag weiter. Grund ist zum einen, dass die pilzförmigen Pfeiler doch massiver sind als gedacht. Deshalb muss die Firma Moß hier mit schwerem Gerät anrücken. Außerdem hat ein Baggerfahrer ein Teilstück der Hochstraße inklusive Randbebauung und darauf liegendem Asphalt abgebrochen. Nun muss der Bauschutt sortiert werden.

Abbruchmaterial wird sortiert

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Wie Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) und Georgios Astyrakakis von der Tiefbauabteilung der Stadtverwaltung erläuterten, muss nun das Abbruchmaterial mit einem Sieblöffelbagger getrennt werden. Denn schließlich soll der Beton wiederverwertet werden. Dazu muss er sortenrein sein. Und bevor das Material nicht sortiert ist, kann es auch nicht weggefahren werden. So lange gibt es im Baufeld auch keinen Platz, um den Restabbruch hin zur Konrad-Adenauer-Brücke zu erledigen und die Stützpfeiler zu ihrem neuen Einsatzort weiter westlich unter die Pilzhochstraße zu versetzen. Denn dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Abbruch der restlichen Konstruktion stattfinden kann.

In den nächsten Tagen werde auch die Straße an der Abbruchstelle inspiziert, inwieweit sie unter den Baggermatratzen Schaden genommen hat und repariert werden muss. Ziel sei nach wie vor, den Übergang von Berliner Platz zur Mundenheimer Straße so schnell wie möglich zu öffnen. Fußgänger und Radler sollen bereits im Juli sicher zwischen den Stadtteilen Mitte und Süd unterwegs sein können. Im September sollen dann öffentlicher Nah- und Autoverkehr folgen. Wegen anderer Baumaßnahmen in der Nähe werde über eine Einbahnstraßenregelung nachgedacht. Näheres will die Stadt dazu in der kommenden Woche erläutern.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die Planung der neuen Hochstraße. Laut Astyrakakis haben sich mehrere Ingenieurbüros gemeldet, die den Ersatzbau für die Pilzhochstraße planen wollen. Wie viele Büros das sind, will der Tiefbauexperte nicht verraten. In den kommenden beiden Wochen werde man jedoch vier Bieter aussuchen, die ein Angebot abgeben dürften. In einer Sondersitzung wird der Stadtrat dann im September entscheiden, welchem Planungsbüro er den Zuschlag geben will.

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Gleichwohl rechnet die Verwaltung nicht mit ersten Kostenschätzungen vor mindestens einem Jahr. Mitte 2021 lägen vermutlich die Vorplanungsergebnisse vor, aber noch keine fertigen Pläne. Sie könne allerdings erst mit belastbaren Kostenschätzungen in die Verhandlung mit dem Land und dem Bund gehen, betonte die Oberbürgermeisterin. In diesem Zusammenhang gehe es darum, dass die Ludwigshafener Hochstraßen als ein gemeinsames Verkehrssystem zu verstehen seien.

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Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region

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