Kultur

Stadtmuseum und Archiv: FWG äußert Zweifel an Planung

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jei
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Ludwigshafen. Die Rhenushalle am Ludwigshafener Luitpoldhafen soll umgebaut und künftig als Standort für Stadtmuseum und -archiv genutzt werden. Die Ausschreibung ruft bei der FWG-Fraktion aber große Zweifel hervor.

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„Das Gebäude soll in seiner Struktur völlig unverändert bleiben“, heißt es in einer Mitteilung. Der kulturpolitische Sprecher Thorsten Portisch bezweifelt, ob dies im Hinblick auf mobilitätseingeschränkte Menschen sinnvoll ist. „Das Thema Inklusion genießt bei der ausgeschriebenen Lösung keine Priorität. Geplant ist nur ein einziger Publikumszugang an der Hafenseite. Da das Gebäude über kein Erdgeschoss verfügt, befindet sich der Eingang auf 1,14 Metern Höhe“, so Portisch. Für Personen, die keine Treppen steigen können, sei das ein Problem – denn eine erforderliche Rampe müsste knapp 25 Meter lang sein. Außenlifte seien in der Planung nicht enthalten. Es sei also noch viel Luft nach oben. Alternative Standorte sollten geprüft werden, so Portisch.

Auch Holger Scharff, SPD-Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv, betont, dass die Räume zwingend barrierefrei sein müssen. Er habe den Behindertenbeauftragten Hans-Joachim Weinmann gebeten, sich dafür einzusetzen.

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