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Hochwasser - Feuerwehr und Wirtschaftsbetrieb mit Personal und Fahrzeugen vor Ort / Stadt prüft Aufnahme von obdachlos Gewordenen

So hilft die Stadt Ludwigshafen den Flutopfern in den Krisengebieten

Von 
Julian Eistetter
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Ludwigshafen. Einsatzkräfte, Fahrzeuge, technisches Equipment und Kleidung: Die Stadt Ludwigshafen unterstützt die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz personell und mit Sachspenden. „Das Ausmaß der Schäden ist zutiefst erschütternd. Die Bilder von zusammengestürzten Häusern, halben Ortschaften, die durch die Fluten einfach weggerissen wurden, haben mich sehr bestürzt. Auch dass so viele Menschen ihr Leben in den Fluten verloren haben, bedrückt mich sehr“, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). „Für uns ist es selbstverständlich zu helfen und Feuerwehrleute für die Aufräum- und Hilfsarbeiten mit entsprechender Ausrüstung und Know-how in die Krisengebiete zu entsenden.“

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Der WBL rückt ins Krisengebiet an der Ahr, hier Walporzheim, aus. © dpa

Derzeit sind von der Feuerwehr Ludwigshafen laufend 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krisengebiet im Einsatz; Personalwechsel werden dabei regelmäßig vorgenommen. Zudem wurden ein Löschfahrzeug, vier Mannschaftstransportfahrzeuge, eine erfahrene Führungsstaffel für den Stab des Landes Rheinland-Pfalz, ein Abrollbehälter mit mehreren leistungsstarken Pumpen und ein Großraumrettungswagen in den Einsatz geschickt. Hinzu kommt ein Sattelzug mit 44 leeren 1000-Liter-Wassertanks, der auf dem Weg zur Einsatzstelle am Nürburgring ist.

Rückkehrer werden betreut

Bereits am vergangenen Mittwoch wurden sechs Leitstellendisponenten der Berufsfeuerwehr aus Ludwigshafen zur Unterstützung der Integrierten Leitstelle Koblenz entsendet. Alle Einsatzkräfte werden nach Rückkehr durch ein psychosoziales Betreuungsteam in Ludwigshafen betreut. Im Einsatz sind sowohl die Berufsfeuerwehr als auch ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ludwigshafen.

Der Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL) ist seit Dienstag mit 17 Personen an der Ahr im Einsatz. Der WBL leistet dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Landkreis Ahrweiler Amtshilfe und stellt für die Aufräumarbeiten neun Fahrzeuge zur Verfügung. Außerdem hilft der WBL mit Stromerzeugern und weiteren technischen Geräten.

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Auch das Sozialdezernat hat erste Maßnahmen ergriffen. Aus den fünf Kleidertreffs wurden Kleider und Schuhe gesammelt. „Was den Menschen im Norden unseres Landes passiert ist, ist schrecklich. Ich fühle mit den Menschen, die ihr Hab und Gut verloren haben, und besonders mit denjenigen, die Angehörige verloren haben. Sie alle sind auf schnelle und unbürokratische Hilfe angewiesen“, betonte Sozialdezernentin Beate Steeg (SPD). Aus diesem Grund hat sie eine Abfrage in den Alten- und Pflegeheimen Ludwigshafens gestartet, ob Plätze frei sind für durch die Flutkatastrophe obdachlos gewordene ältere Menschen.

Oberbürgermeisterin Steinruck und Sozialdezernentin Steeg weisen zudem auf das Spendenkonto der Landesregierung hin, ein eigenes werde nicht eingerichtet. Wer die Flutopfer unterstützen möchte, könne einen Geldbetrag unter dem Kennwort „Katastrophenhilfe Hochwasser“ auf das Konto der Landeshauptkasse Mainz, IBAN: DE78 5505 0120 0200 3006 06, BIC: MALADE51MNZ überweisen.

Redaktion Reporter Region, Koordinator Neckar-Bergstraße und Ausbildungsredakteur

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