Schlag ins Gesicht

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Lange schwirrten die Gerüchte herum, jetzt ist es draußen: Kaufhof schließt seine Filiale in Ludwigshafen. Die Nachricht war für alle ein Schock - Mitarbeiter, Politiker, Gewerkschaft, Ludwigshafener. Für die ohnehin schon kränkelnde Innenstadt bedeutet der Weggang von Kaufhof eine Katastrophe. Für die Stadtoberen ist dies ein Schlag ins Gesicht. Sie müssen nun ihre Pläne für die Innenstadt völlig überarbeiten.

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Mit Kaufhof verlässt das letzte große Kaufhaus die Bismarckstraße. Ein wichtiger Anziehungspunkt geht verloren, der auch Kunden in die benachbarten Geschäfte gelockt hat. Mit Kaufhof bricht auch ein Element des von den Stadtplanern ausgedachten "magischen Dreiecks" weg - Rheingalerie, Kaufhof und Rathaus-Center. Die Politiker und Wirtschaftsplaner werden sich nun überlegen müssen, wie sie das fehlende Puzzleteil in ihrem Konzept ersetzen.

Dass Kaufhof nicht in die Rheingalerie geht, ist wenigstens ein Trost - zeigt dies doch, dass das neue Einkaufszentrum die Innenstadt nicht aussterben lässt, sondern vielleicht wirklich eine der letzten Möglichkeiten ist, das Zentrum zu beleben. Kreativität und Handlungswille sind nun bei der Suche nach einer Nachfolge gefragt.