Stadtmarketing - Lukom bringt im März kostenlose Smartphone-Anwendung heraus / Portal für Handel, Gastronomie, Kultur und mehr Neue App informiert über Leben in Ludwigshafen

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Julian Eistetter
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Ludwigshafen. Ab März können Bewohner und Auswärtige die Chemiestadt auf ganz neue Art entdecken. Dann bringt die Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom) eine App heraus, die das Leben zwischen Edigheim im Norden und Rheingönheim im Süden, Ruchheim im Westen und der Parkinsel im Osten digital und interaktiv abbildet. Geschäftsführer Christoph Keimes und Pressesprecher Markus Lemberger haben das Konzept am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt.

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„Die Anwendung wird Anfang März kostenlos zum Download in den App-Stores von Google und Apple zur Verfügung stehen“, berichtete Keimes. Der genaue Veröffentlichungstag stehe noch nicht fest. Die App soll sich sowohl an Bürger der Stadt als auch an Besucher oder Geschäftsreisende richten, betonte der Geschäftsführer. Neben Informationen zu Einzelhandel und Gastronomie werden Sehenswürdigkeiten eingepflegt und Nutzer können sich bei Rundgängen durch die Stadt führen lassen. „Ziel ist es, das Leben in der Stadt schnell, aktuell und interaktiv zur Verfügung zu stellen“, so Keimes.

Stadt per Smartphone entdecken

Die neue Ludwigshafen-App soll Anfang März in den App-Stores von Google und Apple kostenlos erhältlich sein.

Die Ludwigshafener Kongress- und Marketinggesellschaft (Lukom), zuständig für das Stadtmarketing, hat sie in Zusammenarbeit mit den Partnern IKS Mittelrhein Software GmbH und conlabz GmbH realisiert.

Die Anwendung enthält folgende Themenfelder: Gastronomie, Events, Einzelhandel, Hotels, Wochenmärkte, Kultureinrichtungen, Sehenswertes, Radtouren in der Stadt und der Region, Parken und Fahrpläne der RNV.

Zeitnah wird die Webseite ludwigshafen-digital.de freigeschaltet, wo Betriebe und Einrichtungen selbst Infos einpflegen können.

Themenfelder anwählbar

Über das Menü können in einem ersten Schritt die Themenfelder Gastronomie, Events, Einzelhandel, Hotels, Wochenmärkte, Kultureinrichtungen, Sehenswertes, Radtouren in der Stadt und der Region, Parken sowie Fahrpläne angewählt werden. Darin finden sich unter anderem Informationen zu Restaurants oder Geschäften in der Stadt, deren Angeboten und Öffnungszeiten. Daneben wird es einen Terminkalender mit einer Übersicht über die Veranstaltungen in der Stadt geben. „Beides ist in der Pandemie in der Schlummerphase und kann jederzeit eingeblendet werden, sobald der Bedarf dafür vorhanden ist“, sagte Keimes.

Durch sogenannte Beacons und Geofences soll die App in einem zweiten Schritt auch interaktiv genutzt werden können, erläuterte Lemberger. „Wenn jemand die App installiert hat und an einer Sehenswürdigkeit, etwa der Pegeluhr, vorbeikommt, dann erhält er eine Push-Nachricht aufs Handy“, erklärte er. „In Zukunft soll dann über die App im besten Fall ein kleines Video zu der jeweiligen Attraktion abgespielt werden.“ Zum Start Anfang März werde dieses Angebot jedoch noch nicht aktiviert sein. „Die App soll und wird kontinuierlich wachsen“, so Lemberger.

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Dafür ist die Lukom auch auf die Hilfe von Externen angewiesen. Denn während die ersten Informationen vor der Veröffentlichung selbst eingepflegt werden, sollen künftig Gastronomen, Ladenbesitzer oder Kultureinrichtungen eigenständig Inhalte über ihre Betriebe und Angebote beisteuern. Möglich sein wird dies über die Webseite ludwigshafen-digital.de – dem neuen „digitalen Marktplatz“ von Ludwigshafen. Alle dort eingetragenen Informationen werden nach vorheriger Kontrolle in die App eingespeist.

In Zukunft könnte die Anwendung so auch für weitere Themenfelder geöffnet werden, etwa für die Vorstellung von Vereinen, so Keimes. Auch der Bereich Mobilität soll eine wichtige Rolle spielen. „Vorstellbar ist etwa, dass freie Parkplätze über die App angezeigt werden oder man in Parkhäusern direkt über die App bezahlen kann“, blickte er voraus.

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Einen besonderen Service soll die Ludwigshafen-App auch in der Zeit nach dem Lockdown für Restaurantbesuche bieten. Mit einem Gastro-Check-In können sich Nutzer das Ausfüllen von Formularen zur Kontaktnachverfolgung im Lokal ersparen. „Wer einmal seine Kontaktdaten in der App eingetragen hat, kann sich – unter Einhaltung aller Datenschutzvorgaben – schnell per QR-Code im Restaurant an- und abmelden“, sagte Keimes.

Fixe Kosten bei 10 000 Euro

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Mit der App orientiert sich die Lukom an bereits existierenden Angeboten, etwa in Berlin, Düsseldorf oder Mannheim. Die Anwendung sei vom gleichen Anbieter erstellt worden, der auch für die Stadt Koblenz eine App entwickelt habe. „Wir erfinden das Rad also nicht neu“, sagte Keimes.

Um die App an den Start zu bringen, investiert die Lukom rund 10 000 Euro. Die weiteren Unterhaltungskosten belaufen sich laut Keimes schätzungsweise auf 2000 bis 3000 Euro im Jahr. Zur Umsetzung des Projekts, das kurz nach dem Amtsantritt von Keimes im September gestartet wurde, werden interne Personalressourcen genutzt, die durch die Pandemie an anderen Stellen frei geworden sind.

Redaktion Reporter Region, Koordinator Neckar-Bergstraße und Ausbildungsredakteur