Innenstadt - Initiative setzt sich für saubere Stadtmitte ein Kampfansage gegen Müllsünder

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jom
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Ludwigshafen. Regelmäßige Putzaktionen, Plakate und bunte Mülleimer – mit diesen Forderungen will der Verein „Fontäne Kulturzentrum“ gegen die zunehmenden Abfallberge in der Innenstadt vorgehen. Mit ihrer Initiative „Saubere Stadt(-mitte)“ hatten die Verantwortlichen im Dezember die meisten Stimmen bei der Aktion #HolDieOberbürgermeisterin gesammelt, jetzt war die Stadtchefin Jutta Steinruck (SPD) für anderthalb Stunden bei den Initiatoren zu Gast.

Wilde Sperrmüllecken wie hier im Hemshof ärgern Jutta Steinruck. © Baier
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„In der Innenstadt und besonders am Berliner Platz ist es sehr schmutzig. Der Müll wird von den Passanten achtlos auf den Boden geworfen und die Tauben werden gefüttert. Auf der Metropol-Baustelle leben die Ratten froh und munter. Da muss mehr getan werden als eine Saubermach-Aktion im Jahr mit den Bürgern“, sagte der Vorsitzende Fazli Degirmenci. Der Verein sei auch Mitglied der Initiative „Wir vom Berliner Platz“, um gemeinsam mit anderen das Image des Berliner Platzes zu verbessern. „In Kooperation mit Schulen, Jugendfreizeitstätten und Vereinen sollte einmal pro Monat eine Aktion stattfinden, damit es den Bürgern bewusst wird, dass sie respektlos mit der Stadt umgehen. Auch sollte mit Plakaten und bunten Mülleimern auf Sauberkeit hingewiesen werden“, schlug Degirmenci als Maßnahmen vor.

Die Oberbürgermeisterin freute sich über die Initiative und erinnerte an ihren Neujahrempfang, bei dem sie mehr Respekt und Sauberkeit in der Stadt gefordert hatte. „Der Berliner Platz wird zweimal pro Tag gereinigt. Müll und Lebensmittel liegen herum. Das ist ein Paradies für Ratten und Ungeziefer. Daher sollten keine Lebensmittel auf den Boden, sondern in Mülleimer geworfen werden“, meinte die Rathauschefin. Grundsätzlich begrüße sie eine monatliche Putzaktion. Im Laufe des Jahres starte mit einer Agentur eine Sauberkeitskampagne der Stadt. Außerdem bemängelte Steinruck die zahlreichen Müllablageplätze mit Küchen- und Wohnzimmermöbeln oder Betten in der Südlichen und Nördlichen Innenstadt. Die Verwaltung prüfe, ob es wirtschaftlicher sei, die Abgabe von Müll auf den Baustoffhöfen wieder kostenfrei anzubieten als ständig diese Plätze zu entrümpeln.

Mängelmelder ab 1. April

Steinruck berichtete auch davon, dass sie Müll-Sheriffs mit gezielten Kontrollen einsetzen möchte. Degirmenci meinte, dass eine Bestrafung der Müllsünder notwendig sei. Daraufhin entgegnete das Stadtoberhaupt, dass in der Abfallbehörde neue Stellen geschaffen werden, die solche Vergehen ahnden sollen. „Am 1. April soll der Mängelmelder online gehen. Dabei können Bürger wilden Müll, Autos ohne Zulassung und defekte Straßenleuchten melden“, sagte sie.

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Steinruck dankte für das Engagement und versicherte, weiter mit dem Kulturzentrum in Kontakt zu bleiben. Eine Aktion am Berliner Platz werde sie persönlich unterstützen. Der Verein „Fontäne Kulturzentrum“ fördert den interkulturellen Dialog und setzt sich für ein friedliches Zusammenleben ein. Er hat 45 Mitglieder und 25 ehrenamtliche Mitarbeiter.