Coronavirus - CDU fordert Ende der nächtlichen Ausgangssperre Inzidenz sinkt auf 72,6

Von 
Julian Eistetter
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Ludwigshafen. Angesichts der rückläufigen Corona-Zahlen in Ludwigshafen fordert die CDU-Fraktion eine baldige Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre – spätestens nach Ablauf der Allgemeinverfügung am 14. Februar oder wenn die Inzidenz unter 50 gefallen sei, heißt es in einer Mitteilung von Sonntag. Derzeit liegt die Inzidenz in der Chemiestadt laut rheinland-pfälzischem Gesundheitsministerium bei 72,6. „Diese massive Einschränkung in die Grundrechte der Bürger lässt sich aufgrund der aktuellen Situation nicht mehr weiter begründen“, so Fraktionschef Peter Uebel.

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Da Gastronomie, Einzelhandel und Sportstudios weiter geschlossen seien, diene die Ausgangssperre hauptsächlich der Vermeidung privater Kontakte. Ein gehäuftes Auftreten mutierter Virusformen und die Angst vor deren höherer Infektiosität würden allein keine Fortsetzung des Verbots rechtfertigen. Zumal davon auszugehen sei, dass schon jetzt rund acht Prozent der Neuinfektionen in der Stadt mit einem mutierten Virus erfolgen. „Deshalb sind damit begründete Kurzschlussentscheidungen völlig fehl am Platz“, so die CDU. „Wir müssen zu einer sachlichen Bewertung der Einzelmaßnahmen im Blick auf den aktuellen Status zurückfinden. Alleingänge braucht keiner.“ Die Aufhebung der Ausgangssperre sei ein wichtiges Signal. „Hygiene- und Maskenschutz bleiben weiter unsere effektivsten Waffen im Kampf gegen das Virus“, so Uebel.

Wie die Inzidenz sank über das Wochenende auch die Zahl der akuten Infektionen in Ludwigshafen. Derzeit tragen noch 623 Menschen das Virus in sich. Seit Freitag wurden insgesamt 28 neue Fälle gemeldet. Weitere Todesfälle wurden am Samstag und Sonntag nicht bekannt. 

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Redaktion Reporter Region, Koordinator Neckar-Bergstraße und Ausbildungsredakteur

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