Corona - Stadt kämpft hart an wichtiger Grenze für Lockerung

Inzidenz ganz knapp unter 50er-Marke

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sal
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Symbolbild Corona-Tests © Jens Büttner

Ludwigshafen. Noch 323 Menschen waren in Ludwigshafen am Dienstag mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus der Statistik des Landesuntersuchungsamtes hervor, die täglich um kurz nach 14 Uhr veröffentlicht wird. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner blieb dabei mit 49,3 einmal mehr ganz knapp unter der für weitere Öffnungsschritte relevanten Marke von 50. Seit Montag ist in der Stadt ein Mensch an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. 329 Opfer zählt die Statistik insgesamt für Ludwigshafen, wo seit Beginn der Pandemie 10 525 Personen mit dem Virus infiziert waren. Im rheinland-pfälzischen Landesvergleich lag die Chemiestadt am Dienstag hinter Zweibrücken, wo eine Sieben-Tage-Inzidenz von 73,1 gemeldet wurde.

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Eulen vor Zuschauern

Um Ludwigshafen herum stellt sich die Lage entspannter dar. Der Rhein-Pfalz-Kreis (23,3), Frankenthal (24,6), Worms (19,2) und Speyer (33,6) sind seit vielen Tagen unter der 50er-Marke. Immerhin darf sich die Handballmannschaft der Ludwigshafener Eulen freuen, dass zum Bundesligaspiel gegen SC DHfK Leipzig (19 Uhr) 100 ausgeloste Dauerkarteninhaber in die Halle dürfen. Damit ist zumindest das Ende der Geisterspiele erreicht. 

Thema : Coronavirus

  • Thema des Tages Sorge vor der Delta-Variante

    Trotz der entspannten Corona-Lage in Deutschland haben Wissenschaftler, Ärzte und Politiker für Vorsicht in der Pandemie geworben. Durch die ansteckendere Variante Delta könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Freitag. Diese Entwicklung könne vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren.“ Auch bei niedrigen Inzidenzen sei deshalb ein behutsames Öffnen in kleinen Schritten nötig. Durch Impfungen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten erhalten bleiben. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warb für Vorsicht, vor allem in der Reisezeit. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte der CDU-Politiker. Es gebe Anlass zur Zuversicht. Aber vor allem, wenn alle aufmerksam blieben. Lockerungen sollten bei steigenden Sieben-Tage-Inzidenzen deshalb regional wieder zurückgenommen werden. Und zwar nicht erst bei einem Wert von 50, betonte Spahn, „sondern früher“. Impfen schreitet voran {element} Bundesweit ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in Deutschland binnen sieben Tagen nach den jüngsten RKI-Zahlen weiter gesunken – auf aktuell 10,3. Zu den Erfolgen in der Pandemiebekämpfung rechnet Spahn auch die Fortschritte beim Impfen. Jeder zweite Bürger in Deutschland habe mindestens eine Spritze bekommen, fast ein Drittel (29,6 Prozent) seien vollständig geimpft. {furtherread} „Das Virus ist nicht verschwunden. Lassen Sie uns die Erfolge nicht leichtfertig verspielen“, sagte Wieler. „Lassen Sie uns auch die wiedergewonnene Freiheit erhalten, indem sich immer mehr Menschen vollständig impfen lassen.“ Noch kursiere die Delta-Variante auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland. Es sei jedoch nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Im Herbst werde es wieder zu mehr Neuinfektionen kommen, sagte Wieler. Und im Moment sei die Hälfte der deutschen Bevölkerung noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt. Dafür müsste es 80 Prozent vollständig immunisierte Bundesbürger geben. In Mannheim sind bis Donnerstagabend 220 869 Impfungen durchgeführt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um 134 665 Erst- und um 86 204 Zweitimpfungen, die im Impfzentrum und von den mobilen Impfteams verabreicht wurden. Dem Gesundheitsamt wurden am Freitag (bis 16 Uhr) sieben neue Fälle einer nachgewiesenen Corona-Infektion gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt – auf Basis der von der Stadt gemeldeten Zahlen – bei 14,5. Am vergangenen Freitag lag sie noch bei 20,9. cs/dpa

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