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Verkehr - E-Tretroller selten in Unfälle verwickelt / Fahrer aber oft unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Im Rausch auf dem E-Scooter

Von 
jei
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Ludwigshafen. Die Polizei in Ludwigshafen hat für das erste Halbjahr 2021 eine erste Verkehrsbilanz gezogen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den sogenannten Elektrokleinstfahrzeugen, besser als E-Tretroller oder E-Scooter bekannt. Das Fazit: E-Tretroller sind nur selten in Unfälle verwickelt, ihre Fahrer aber häufig unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen unterwegs.

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Die Polizei zieht regelmäßig berauschte E-Scooter-Fahrer aus dem Verkehr. © dpa

2565 Unfälle haben die Beamten in den ersten sechs Monaten des Jahres in Ludwigshafen aufgenommen. „Lediglich an sieben dieser Verkehrsunfälle waren Elektrokleinstfahrzeuge beteiligt“, heißt es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. In allen Fällen wurden die Fahrer jedoch verletzt. In einem Fall fuhr der Fahrer gegen einen geparkten Wohnwagen, in drei Fällen wurde die Vorfahrt missachtet, einmal übersah ein Pkw-Fahrer eine hinter ihm stehende E-Scooter-Fahrerin. Ein weiterer E-Tretroller-Fahrer war unter Drogeneinfluss in falscher Richtung auf dem Radweg unterwegs und stieß mit einem Pkw zusammen, eine Person war so alkoholisiert, dass sie auf freier Strecke vom Fahrzeug stürzte.

„Das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss mit Elektrokleinstfahrzeugen ist auch außerhalb des Unfallgeschehens auffällig“, sagt Polizeihauptkommissar Helmut Pfaff, bei der Polizeiinspektion Ludwigshafen 2 zuständig für den Verkehrsbereich und Mitglied der städtischen Unfallkommission.

Gleiche Strafen wie mit dem Auto

So wurden in der Chemiestadt im ersten Halbjahr 195 sogenannte folgenlose Trunkenheitsfahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss geahndet. 28 dieser Fahrten erfolgten mit E-Tretrollern – sechs Fahrer waren betrunken, 22 hatten Betäubungsmittel konsumiert. „Mit Elektrokleinstfahrzeugen darf auf Radwegen gefahren werden. Bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung kommen die reduzierten Verwarnungs- und Bußgelder für Radfahrer zur Anwendung. Beim Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss greifen jedoch die rechtlichen Bestimmungen für Kraftfahrzeuge“, erklärt Pfaff.

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Das berauschte Fahren bildet weiterhin einen Schwerpunkt bei der polizeilichen Verkehrsarbeit. jei

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