Stadtteil Süd - Städtebauliches Entwicklungskonzept wird erstellt / Ortsvorsteher will wieder ein gewachsenes Wohnquartier Ideen für Ludwigshafener Dichterviertel gefragt

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Julian Eistetter
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Das sogenannte Dichterquartier in Ludwigshafen-Süd soll mit einem Förderprogramm vorangebracht werden. © Thomas Schrott

Ludwigshafen. Mit baulichen Maßnahmen und sozialen Projekten soll das sogenannte Dichterquartier im Stadtteil Süd in den kommenden Jahren vorangebracht werden. Unter diesem Namen wurde der Bereich zwischen Richard-Dehmel-Straße und Sudermannstraße im Norden und Stifterstraße im Süden sowie die Freiflächen des Sportparks Südwest östlich der Saarlandstraße Ende 2019 in das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ aufgenommen. 2021 soll nun zunächst unter Beteiligung der Bürger ein sogenanntes Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt werden, wie die Stadt mitteilt.

Vorschläge bis 14. März

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Auf der Webseite www.dichterquartier.ludwigshafen.de können sich ab sofort in einem ersten Schritt alle Bewohner des Quartiers bis zum 14. März mit ihren Ideen einbringen, heißt es in einer Mitteilung. Auf einer Karte können mit einem einfachen Mausklick auf einen bestimmten Bereich Projektvorschläge über ein Textfeld eingegeben werden. Parallel sollen Postkarten verteilt werden, um auch diejenigen am Prozess zu beteiligen, die nicht über einen Computer oder einen Internetzugang verfügen. Ausgefüllte Postkarten mit Vorschlägen zu baulichen oder sozialen Vorhaben können in den Briefkasten des Quartierbüros in der Georg-Herwegh-Straße 41 eingeworfen werden.

Die Erstellung des Entwicklungskonzepts wird voraussichtlich ein Jahr dauern. Dabei sollen Bürger vor Ort bei verschiedenen Formaten als Experten eingebunden werden. „Aber auch die im Stadtteil ansässigen Kindertagesstätten, die Grundschule, Vereine, Unternehmer, soziale Einrichtungen und Initiativen sind eingeladen, an der Erarbeitung des Konzepts teilzunehmen“, ruft die Verwaltung auf.

Ortsvorsteher Christoph Heller freut sich über die Entwicklung zu einem sozialen Quartier. „Das Viertel war mal ein schönes gewachsenes Wohngebiet. Mit der Zeit wurde es aber immer fremder, mit einer kritischen Bevölkerungszusammensetzung“, so Heller. Darauf soll nun Einfluss genommen werden. „Das wichtigste ist, dass wieder ein gewachsenes Quartier entsteht, mit dem die Menschen, die dort leben, sich auch identifizieren und wo sie sich zuhause fühlen.“

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Eine zentrale Rolle soll dabei das Pfarramt Heilig Geist einnehmen, in dem auch das Quartierbüro untergebracht ist. In diesem Bereich kommen laut Heller viele Gruppierungen zusammen, seien es Fasnachter, Senioren oder Glaubensgemeinschaften. „Diese Gruppen sollen zusammengebracht und ein Wir-Gefühl erzeugt werden.“ Und auch die Albert-Schweitzer-Grundschule soll von dem Förderprogramm profitieren, so der Ortsvorsteher.

Redaktion Reporter Region, Koordinator Neckar-Bergstraße und Ausbildungsredakteur