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Pandemie - Zahl der geringfügig Beschäftigten gesunken

Hunderte Minijobber arbeitslos

Von 
jei
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© dpa

Ludwigshafen. Viele geringfügig beschäftigte Ludwigshafenerinnen und Ludwigshafener haben in der Pandemie ihre Stelle verloren. Darauf weist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hin. So seien Ende 2020 insgesamt 14 000 Frauen und Männer aus der Chemiestadt in einem Minijob beschäftigt gewesen – mehr als 1000 weniger als im Jahr zuvor. „Vor allem im Gastgewerbe und im Handel war ein höher Rückgang der Minijobs zu verzeichnen“, heißt es in einer Mitteilung. Das bedeute, dass Hunderte Ludwigshafener während Corona ihre Jobs verloren hätten und zum Teil in Hartz IV gelandet seien. Der DGB fordert eine Minijob-Reform.

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„Die aktuelle Krise ist ein Alarmsignal. Minijobber wurden in der Pandemie als erste vor die Tür gesetzt, als Restaurants, Läden und Schulen dicht machen mussten“, sagt Rüdiger Stein, DGB-Regionsgeschäftsführer Vorder- und Südpfalz. Da geringfügig Beschäftigte von der Arbeitslosenversicherung ausgeschlossen seien, erhielten sie weder Kurzarbeiter- noch Arbeitslosengeld. Vielen bliebe nur die Grundsicherung. „Minijobber mussten bittere Einkommensverluste einstecken und haben Probleme, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gerade in Krisenzeiten müssen sich Beschäftigte aber auf ein soziales Sicherungsnetz verlassen können“, so Stein. „Minijobs sind ein Relikt anderer Zeiten und müssen reformiert werden.“ Der DGB setzt sich für eine Umwandlung in sozial abgesicherte Beschäftigungen ein. 

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