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Soziales - Schülerinnen und Schüler der BBS unterstützen die Suppenküche an der Apostelkirche / Wegen Corona Speisen nur zum Mitnehmen

Gulasch und Spätzle für Bedürftige gekocht

Von 
Katja Geiler
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An der Suppenküchen-Ausgabe für andere Menschen im Einsatz: Achim Schnepf (v.l.), Vera Klaunzer, Gertrud und Dieter Stellwagen, Pfarrerin Kerstin Bartels. © K. Geiler

Einmal im Jahr bereiten die Gastronomie-Klassen der Berufsbildenden Schule (BBS) Technik 2 ein großes Festessen samt anschließendem Kaffee im Gemeindesaal der Apostelkirche im Hemshof zu. Die besondere Feier der protestantischen Jona-Kirchengemeinde hat inzwischen Tradition und findet im Rahmen der Suppenküche statt, die es schon seit 1994 gibt. Von Montag bis Freitag können sich Bedürftige hier eine warme Suppe abholen.

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Seit Beginn der Pandemie hat die Suppenküche täglich an 60 bis 80 Gäste Essen ausgegeben, das sind etwa 20 Gäste mehr pro Tag als vor Corona. Doch das große gemeinsame Essen im Saal konnte wegen der Pandemie bereits zum zweiten Mal nicht stattfinden. Essen von den Gastro-Klassen der BBS gab es in diesem Jahr trotzdem, allerdings zum Mitnehmen – und wie gewohnt zur Mittagszeit an der Essensausgabe neben der Apostelkirche. „Seit zwei Jahren sind wir hier draußen und haben einen Takeaway für Suppen, Eintöpfe und Backwaren, die die Bäckerei Theurer uns spendet. Heute hat uns die BBS Technik 2 mit Gulasch und Spätzle beliefert“, sagte Vera Klaunzer vom Gemeindepädagogischen Dienst. „Beim Essen im Gemeindesaal war es möglich, soziale Kontakte zu pflegen. Man konnte sich unterhalten und Schach spielen“, führt sie aus: „Die Leute sagen jetzt, da fehlt der beste Teil.“ Durch Corona komme der soziale Aspekt zu kurz. „Trotzdem sind die Leute froh, dass es wenigstens den Stand gibt, dann haben sie wenigstens einen kurzen Kontakt.“

Viele Besucher Stammgäste

Der Stand, an dem Ehrenamtliche das Essen ausgeben, ist so gemütlich gestaltet wie möglich. Er befindet sich in einem ruhigen Hof, etwas abseits der Straße. Es gibt etwas weihnachtlichen Schmuck und Musik aus den 1970ern, die gute Laune macht, zum Beispiel von den Bee Gees oder Elton John. Viele Besucher der Suppenküche sind Stammgäste: Obdachlose sowie Menschen, denen die Rente nicht reicht oder die in Einweisungsgebieten leben, zum Beispiel in der Bayreuther Straße. Manche kommen auch aus Mannheim in den Hemshof, um sich ihre Suppe abzuholen. Auch die BASF unterstützt die Suppenküche jedes Jahr im Dezember mit einem besonderen Essen, so dass die Gäste die Weihnachtszeit ein wenig genießen können. Viele der Ehrenamtlichen arbeiten schon seit Jahren bei der Suppenküche mit, darunter Gertrud und Dieter Stellwagen. „Beim Essen oben im Saal gibt es zwar mehr Arbeit, aber dafür kommt man mit den Leuten ins Gespräch. Es kommen immer dieselben“, sagt Gertrud Stellwagen.

Auch an Heiligabend gibt es – normalerweise – ein besonderes Angebot für die Besucher der Suppenküche: die Feier für Einsame. Hierfür backen die Gastro-Klassen der BBS nun schon seit zwei Wochen fleißig Plätzchen, damit die Tüten ordentlich voll werden. Denn die eigentliche Feier entfällt in diesem Jahr ebenfalls – es gibt aber etwas zum Mitnehmen: Ab 18.30 Uhr öffnet am 24. Dezember die weihnachtliche Essensausgabe im Hof der Apostelkirche.

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Spendenkonto Suppenküche: Prot. Verwaltungszweckverband Speyer-Ludwigshafen-Germersheim, KD-Bank – Bank für Diakonie und Kirche, IBAN: DE95 3506 0190 6831 2060 29, Verwendungszweck: Suppenküche.

Freie Autorin Ich schreibe am liebsten über kulturelle Events wie Lesungen, Theaterstücke und Konzerte in Ludwigshafen und der Region.

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