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Nachruf - Architekt Gerd Bauer im Alter von 89 gestorben

Gestalter aus Leidenschaft

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wam (Bild: Meinberg)
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© Meinberg

Ludwigshafen. Im Juni wäre Gerd Bauer 90 geworden. Seinen runden Geburtstag kann der renommierte Architekt nicht mehr feiern – er folgte seiner verstorbenen Ehefrau und Kollegin Änne. Mit ihr hat er in Ludwigshafen das Büro „Bauerplan“ über Jahrzehnte geführt. Der gebürtige Hemshöfer und begeisterte „Parkinsulaner“ galt als „Institution und Instanz“, wie der „MM“ einmal würdigte. Nicht von ungefähr hat ihn die Architektenkammer für 30 Jahre ehrenamtliches Engagement zum Ehrenmitglied ernannt.

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Der Gestalter aus Leidenschaft, der für Kommune und Firmen genauso wie für bekannte Persönlichkeiten schnörkellos, aber ideenreich plante, sorgte immer wieder für Gesprächsstoff. Etwa als er 2001 bei der Debatte um eine neue Adler-Spielstätte eine Art schwebende Multihalle über dem Rhein entwarf – als symbolträchtige Verbindung zwischen den beiden Städten. „Gewagt, aber realisierbar“, titelte der „MM“. Allerdings wurde daraus nichts, bekanntlich kam die SAP Arena.

Dafür verwirklichte der Naturfreund auf einem Weiher-Grundstück der Familie in Carlsberg eine gastliche Erdhöhle. Auch wenn es an dem speziellen Ort schon lange kein Fest mehr gab, so schwärmen Freunde bis heute von dem Mini-Biotop. Die Begeisterung für Architektur haben Gerd und Änne Bauer an ihre Tochter in München weitergegeben, während der Sohn als Molekularbiologe an der südafrikanischen Universität Stellenbosch forscht. Stolz waren die Bauers auf ihre fünf Enkel. 

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