AdUnit Billboard
Weihnachtsbaumabholung - Bürgermeister erläutert Absage

Zum Schutz der Einsatzkräfte

Von 
swa
Lesedauer: 
Vor zwei Jahren haben in Hofheim diese jungen Leute die Bäume abgeholt. © fh

Lampertheim. Anders als zunächst angekündigt, holen die Jugendfeuerwehren auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie die ausrangierten Weihnachtsbäume in Lampertheim und den Stadtteilen nicht ab. Diese Nachricht hat in den vergangenen Tagen für reichlich Ärger und Verwirrung gesorgt. So kommentiert eine Nutzerin den entsprechenden Eintrag auf der städtischen Facebook-Seite wie folgt: „... kann ich leider nicht nachvollziehen. Selbst wenn jemand kurz mit angelegter FFP2-Maske klingelt und nach einer Spende fragt, ist das doch kein Problem. Von DHL, Hermes und Co. nimmt man auch Päckchen entgegen, und die tragen keine Maske. Wo ist der Unterschied?“

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die Feuerwehren in Lampertheim, Hofheim und Hüttenfeld, deren Jugendabteilungen gemeinsam mit den Einsatzkräften in der Regel die Bäume abholen, bedauern die erneute Absage der Aktion, die am heutigen Samstag in Hofheim, Rosengarten und Hüttenfeld ihren Abschluss finden sollte. „Die Hygiene- und Abstandskonzepte waren ausgearbeitet, die Helfer bereits eingeteilt, die Sammelaktion mit allen Entscheidungsträgern abgestimmt und die Vorbereitungen nahezu abgeschlossen. Die drei Lampertheimer Jugendfeuerwehren freuten sich auf die Sammelaktion der ausgedienten Christbäume am zweiten Januarwochenende“, heißt es auf der Homepage der Lampertheimer Feuerwehr. Für die Feuerwehren bedeutet die Absage immerhin auch, dass ihnen nennenswerte Spenden entgehen, denn viele Lampertheimer belohnen den Service mit einem Geldbetrag.

Auf Nachfrage dieser Redaktion begründet Bürgermeister Gottfried Störmer, warum die Abholung abgeblasen wurde: „Die Weihnachtsbaumabholung läuft als Aktivität der Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen sind dabei auch fast vollständig eingebunden. Dennoch müssen die Einsatzkräfte – also unsere reguläre Feuerwehr – intensiv mitarbeiten. Sie bereiten die Aktion vor, betreuen die Unterkunft und fahren die Fahrzeuge, lenken den Einsatz aus der Zentrale heraus und helfen bei der Einsammlung mit.“ Alljährlich seien in mehrtägigen Einsätzen viele Tausend Bäume zu entsorgen – schließlich zähle Lampertheim 14 000 Haushalte. Insgesamt sei die Sammlung eine „logistische Aufgabe, die nur durch das Zusammenwirken vieler gestemmt“ werden könne, so der Bürgermeister. Gleichzeitig müsse die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr für die originären Aufgaben des Brandschutzes und der Hilfeleistung – auch während der Pandemie – sichergestellt werden. Das habe oberste Priorität. Deswegen seien alle Zusammenkünfte von Einsatzkräften außerhalb der Brandschutz- oder Hilfeleistung zu vermeiden.

Die Stadtverwaltung bittet alle Bürger, ihren Weihnachtsbaum wie im Vorjahr eigenständig zu entsorgen. Dies kann, nachdem der Baum klein geschnitten wurde, über die Biotonne oder im ganzen auch auf den Wertstoffhöfen in Lampertheim und den Stadtteilen erfolgen. swa

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1