Evangelischer Posaunenchor - Generalversammlung im Gemeindehaus / Große Vorfreude auf die kommenden Auftritte und Proben

Trübsal blasen keine Option

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Der evangelische Posaunenchor mit Dirigent Dirk Hindel (l.) gestaltete den ökumenischen Gottesdienst zur Kerbe, dem letzten und einzigen öffentlichen Auftritt des Chores im vergangenen Jahr. © fh

Hofheim. Nach mehrmonatiger Abstinenz fanden sich die Bläserinnen und Bläser des evangelischen Posaunenchors im Gemeindehaus zur Generalversammlung ein. Der Erste Vorsitzende Wolfgang Herbert freute sich, alle Musikerinnen und Musiker nach so langer Zeit endlich wieder begrüßen zu dürfen.

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Pfarrer Holger Mett gab in seinen Grußworten einen Rückblick auf das vergangene Jahr, hob dabei besonders das musikalische Gebet nach dem Glockengeläut während der Lockdowns hervor. Er dankte ausdrücklich für dieses Zeichen des Muts, der Freude, der Hoffnung, wovon die Menschen im Ort berührt wurden. An weiteren Höhepunkten führte Mett die kleinen musikalischen Ensembles an, die zu verschiedenen Anlässen spielten, darunter der Gottesdienst an Weihnachten, der Konfirmation, an Karfreitag und die traditionelle Weihnachtskurrende. Mett schenkte dem Chor zuversichtliche Worte und wünscht eine gute Wiederaufnahme der Probenarbeit, aber auch der freundschaftlichen Gemeinschaft, die so lange ruhen musste.

Einen Rückblick und Ausblick lieferte der erste Vorsitzende Wolfgang Herbert, in dem er die Zeit als die „15 außergewöhnlichsten Monate, die es je in der Geschichte des Chors zu vermelden gab“, bezeichnete. Das Schlachtfest im März 2020 war das letzte gemeinsame Zusammentreffen des Chors vor dem Lockdown. Herbert erinnerte sich an eine sehr frustrierende Vorstandssitzung kurz vor dem offiziellem Lockdown, um das Konzert abzusagen. Dennoch habe es nie Stillstand im Posaunenchor gegeben: Mit ein Verdienst von Dirigent Dirk Hindel, der immer wieder neue Ideen zum Musizieren während des Lockdowns gehabt habe.

Im Sommer 2020 konnte dank motivierter und zielstrebiger Einstellung aller Musiker im Freien geprobt werden, der Kerbegottesdienst bildete den einzigen Auftritt mit dem gesamtem Chor. „Die Glückseligkeit war bei allen zu spüren“, so Herbert. Acht Aktive beendeten die Weihnachtskurrende, bei der der Posaunenchor ein enormen Zuspruch erlebte. Ausdrücklich würdigte Herbert den Dirigenten Dirk Hindel, der den Chor lebe und immer wisse, wo die musikalische Reise hingehen soll. Die zweite Vorsitzende Tanja Maier dankte Herbert für dessen gute Organisation und Leitung des Posaunenchors, dessen Durchblick in den Corona-Verordnungen, „nur das hat unsere musikalische Arbeit erst möglich gemacht. Ohne ihn hätten all die Proben im vergangenen Jahr nicht stattfinden können“, so Maier.

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Am gestrigen Freitag wollte der Posaunenchor die Proben im Freien wieder aufnehmen, der Hygieneplan wurde überarbeitet und der Probenbetrieb mit der Stadtverwaltung und dem Ortsvorsteher abgesprochen. Herbert wünschte allen Musikern „viele Proben mit möglichst wenig Unterbrechungen und Gesundheit für alle“.

Wiederaufnahme der Proben

32 Freitage ohne Proben bilanzierte Dirigent Dirk Hindel und erinnerte an die mediale Präsenz im Radio durch Interviews. Die Probenaufnahme im Sommer habe den Chor zum Vorreiter in der Region gemacht, andere Chöre hätten nachgezogen. Bezeichnend für die Situation: Die letzte Probe im Oktober endete mit dem Lied „An Tagen wie diesen“, bevor alle Musiker wieder zu Hause bleiben mussten.

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Hindel fiebert förmlich dem Konzert am 20. November entgegen, in dem die Musik „von Herzen kommt und mit Herz gespielt wird“. Er freut sich auf die Wiederaufnahme der Proben, in denen fokussiert an den Konzertstücken gearbeitet werden soll, aber auch neue Literatur zur Motivation ihren Platz finden wird.

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Pascal Wichert, Leiter des Jugendorchesters und wie Hindel voller Ehrgeiz und Motivation, würdigte die enge Zusammenarbeit mit dem Chefdirigenten. Auch das Jugendorchester soll weiter gefördert werden, damit junge Musiker in den Chor nachrücken können. Ein Jugendwerbetag zum Kennenlernen der Instrumente und Möglichkeiten der Ausbildung mit Interessierten ist noch abzustimmen. Noch ausstehende Aufnahmen und Ehrungen der Jubilare aus 2020 und 2021 sollen in feierlichem Rahmen wie gewohnt an der Weihnachtsfeier vorgenommen werden. Als nächster Termin steht am Sonntag, 27. Juni, um 10 Uhr in der Friedenskirche die musikalische Umrahmung der Konfirmation an. fh