Kinderbetreuung - Stadtrat besucht „Kleine Siedler“

Tagespflege ausgebucht

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ksm
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Sophia Boddin und Susanna Medert leiten die Tagespflege. © K. Schollmaier

Lampertheim. Eröffnungsglückwünsche und -geschenke mit halbjähriger Verspätung: Schon seit Mitte Oktober flitzen bis zu zehn Kinder täglich durch die große Wohnung in der Siedlerstraße 8, der obligatorische Besuch des Ersten Stadtrats musste seitdem aber immer wieder verschoben werden. Als „Kleine Siedler“ haben die studierten Kindheitspädagoginnen Sophia Boddin und Susanna Medert dort ihre eigene Kindertagespflege verwirklicht. Alle zehn Plätze sind inzwischen belegt.

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Schon beim ersten Blick in die Mietwohnung im ersten Stock eines Neubaus wird Marius Schmidt und Fachbereichsleiter Michael Harres das Konzept klar: modern, selbstständig und familiär. Die Kinder sollen sich hier zu Hause fühlen. Dazu passt, dass die Räumlichkeiten tatsächlich wie eine Wohnung konzipiert und eingerichtet sind – nur eben mit größerem Bewegungsraum und zehn kleinen Kinderbetten. 150 helle Quadratmeter mit hohen Decken, ein Bewegungsraum mit Gummi-Matten, eine offene Wohn-Küche mit großem Esstisch, Spiel- und Kuschelecke und eine moderne Einrichtung stehen den „Kleinen Siedlern“ zur Verfügung.

Boddin und Medert kennen sich vom Studium in Heidelberg. Seitdem träumten sie von einer eigenen Einrichtung und der Selbstständigkeit. Dennoch sammelten beide zunächst noch Berufserfahrung in unterschiedlichen Betreuungseinrichtungen. Die Resonanz gibt ihnen recht. „Wir sind ausgebucht bis 2022, kriegen schon Anfragen von Frauen, die gerade erst schwanger geworden sind“, berichtet Boddin.

Zwar sind immer nur zehn Kinder gleichzeitig im Haus, unter Vertrag stehen aber 15. „Wir bieten Zwei-, Drei- und Fünf-Tagesmodule von 7.30 bis 16 Uhr für Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren an“, erklärt Medert. Das biete vor allem Teilzeitbeschäftigten den Vorteil, dass sie ihren Nachwuchs nur an bestimmten Tagen bringen können.

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Dass Lampertheim die rechtliche Betreuungsquote von 35 Prozent übererfülle, sei ein Verdienst der privaten Kindertagespflege. „Für uns ist das auch ein Standortfaktor“, betont Schmidt. ksm