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Inthronisation - Wie die Tochter so die Mutter – Stefanie Graber folgt ihrer Tochter Janine als Stadtprinzessin des ersten Carneval-Clubs Rot-Weiß nach

Steffi II. führt jetzt die Narrenschar

Von 
Rosi Israel
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Lampertheim. Dass eine Mutter in die Fußstapfen ihrer Tochter tritt, wird nicht alltäglich sein. Bei der Familie Graber ist das jedenfalls der Fall. Mutter Stefanie Graber eifert ihrer Tochter Janine nach. Sie wurde am 13. November, anlässlich des Auftaktes der närrischen Kampagne, zur Stadtprinzessin Steffi II. des ersten Carneval-Clubs Rot-Weiß (CCRW) 1956 Lampertheim gekrönt. Hinter ihrem Vornamen steht die römische Zahl II, da im Karnevalsverein in der Kampagne 2006/2007 schon eine Steffi regierte.

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Gekonnter Auftritt und natürliches Strahlen im strassbestückten Kleid – so präsentierte sich die Lampertheimer Fastnachtsprinzessin Steffi II. bei ihrer Amtseinführung in der Hans-Pfeiffer-Halle. © Rosi Israel

Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnte die Inthronisation von Steffi II. kein rauschender Ball werden. Aber trotz Pandemie bescherten die Fastnachter ihrer Prinzessin eine schöne Feier. Ihre Tochter Janine war Narren-Regentin in der Session 2018/2019. Schon damals hatte Mutter Stefanie Gefallen an dem Amt als Stadtprinzessin gefunden, aber den Ausschlag, in dieser Kampagne die närrische Machthaberin über Lampertheim zu werden, brachten ihre elfjährige-Vereinsmitgliedschaft und das elfjährige Bestehen der Tanzgruppe The New Generation.

Dieser gehört die amtierende Hoheit an, und sie wird auch neben der Erledigung ihrer Amtsgeschäfte weiterhin in der Gruppe tanzen. Sie ist Mitbegründerin dieser Tanzformation, die von Sissy Cranz trainiert wird und der noch Martina Kany, Sabrina Ehmann, Angie Hartmann und Gerda König angehören. „Wegen diesem Doppel-Jubiläum bot es sich an, dass ich in der Kampagne 2021/2022 als Stadtprinzessin das närrische Regiment führe“, sagt die gekrönte Herrscherin. Sie ernannte die Tänzerinnen von The New Generation sogleich zu ihren Begleiterinnen. Einige Tänzerinnen der Formation waren bereits Stadtprinzessinnen. Sissy I. in der Kampagne 1999/2000, Sabrina I. 2012/2013 und Gerda I. 2015/2016.

Steffi II. verzauberte zur Thronerhebung das Publikum in der Hans-Pfeiffer-Halle mit ihrem gekonnten Auftritt und dem natürlichen Strahlen. Sie und ihre Besatzung, die Tänzerinnen von New Generation, kamen im närrischen Düsenjet angerauscht. Nach der Landung des Düsenjägers auf der Bühne ging ein Raunen durch die Halle. Steffi II. begeisterte nämlich auch mit ihrem bildhübschen rosafarbenen Kleid. „Ich habe mir jetzt ein weiteres Cocktailkleid bei Amazing Dress gekauft. Mir Fastnachterin wurde ein günstiger Preis gewährt“, berichtet die Hoheit. Da derzeit die närrischen Veranstaltungen Corona-bedingt ausfallen und das machthabende Narren-Oberhaupt diese traumhafte Festmode nicht öffentlich präsentieren kann, ist Steffi II. am Überlegen, ob sie nicht wenigstens zu Hause in dem Outfit ein wenig lustwandeln sollte. „Wenn ich Karnevalsveranstaltungen besuche, dann trägt mir die Visagistin Michaela Gündling das passende Make-up auf, und Nastasja Beslmeisl designt meine Nägel“, freut sich Lampertheims närrische Monarchin. Doch bisher hat sie als Repräsentantin des CCRW und der Spargelstadt nur drei Feste bei befreundeten Fastnachtsvereinen bereichern können. Eine Abordnung des CCRW Lampertheim mit Steffi II. und dem Sitzungspräsidenten Markus Gutschalk war bei der Inthronisierung des Bürstädter Prinzenpaares Viviane I. und Andreas II. dabei und zu Besuch beim Carnevals Club Waldhof in Mannheim und in Heddesheim bei den Hellesema Grumbe.

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Steffi II. weiß, dass vor Ausbruch der Corona-Pandemie die Stadtprinzessinnen jedes Kampagne-Wochenende unterwegs gewesen waren. „Darum stellt sich bei mir jetzt nicht die Frage, wie ich mein Hobby mit meinem Beruf in Einklang bringen kann“, sagt sie etwas wehmütig. Sie ist als Gruppenleiterin bei der Firma Erdt in Viernheim angestellt.

„Wir verpacken und versenden zum Beispiel Blutzuckermessgeräte“, erklärt die 45-Jährige. Steffi II. verrät, dass es ihr Kindheitstraum war, einmal Prinzessin zu sein, mit einem entzückenden rosafarbenen Kleid, funkelndem Krönchen, Zepter und allem was dazu gehört. Darum wählte die kleine Stefanie zu Kinder-Fastnachtsfeiern solch eine Verkleidung. Nach dem Kampagne-Auftakt im November letzten Jahres fragt sich allerdings die Lampertheimer Karnevalshoheit, wie es närrisch weiter geht. Sie bleibt trotzdem optimistisch, schaut auf 2022 und betont: „Abwarten!“.

Humorvoll lässt Steffi II. wissen: „Wir sind die Pandemie-Prinzessinnen.“ Damit meint sie auch ihre Vorgängerin Julia I., die Corona-bedingt zwei Kampagnen zu meistern hatte. Holger Braun, der Vereinsvorsitzende, tröstet die Narren-Majestät, da für diese Kampagne noch nichts entschieden sei. Nach der nächsten Vorstandssitzung wisse er mehr.

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