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Soziales - Im Canisiushaus wurde mit gespendeten Sachen eine Art Kleiderkammer eingerichtet, in der sich Geflüchtete aussuchen können, was sie brauchen

Spenden machen ein zweites Mal glücklich

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fh
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Badetaschen samt Sonnenmilch gibt es für die Frauen, die das Angebot des „Zweitglück“ in Hofheim nutzen. © fh

Hofheim. Die Hilfsbereitschaft für ukrainische Flüchtlinge in Hofheim ist enorm. Ortsvorsteher Alexander Scholl würdigte erst in der jüngsten Ortsbeiratssitzung die Unterstützung der Hofheimer in den unterschiedlichsten Bereichen. Dank der Unterstützung durch die Liebenzeller Gemeinde, vieler Vereine und des katholischen Familienzentrums ist im Keller des Canisiushauses jetzt das „Zweitglück“ entstanden. So bezeichnen die Organisatorinnen die neu geschaffene Anlaufstelle. Dabei handelt es sich um eine Art Kleiderkammer.

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Offenes Angebot

Die Hofheimerin Annette Rettig hatte Mitte März eine ukrainische Mutter mit drei Kindern bei sich zu Hause aufgenommen. Ihr wurden viele schöne Dinge gespendet – viel zu viel und manches auch nicht passend. So kam ihr die Idee, die Sachen weiterzugeben, zumal zu diesem Zeitpunkt auch schon einige Flüchtlinge in Hofheim angekommen waren. Schnell entstand daraus ein offenes Angebot, bei dem Leute Sachen spenden und Geflüchtete jeglicher Herkunft sich Dinge für ihren persönlichen Bedarf aussuchen können.

Die katholische Pfarrgemeinde stellte hierfür im Keller des Canisiushauses einen großen Raum bereit. Annette Rettig fand in Petra Vogt, Beata Willwohl und Karin Hildebrand Unterstützerinnen, die beim Aussortieren und Aufbereiten der abgegebenen Artikel halfen. Der Lampertheimer Unternehmer Otto Edinger stellte leihweise Regale zur Verfügung, jetzt wirkt alles sehr geordnet und strukturiert, wofür die Helferinnen dankbar sind. In den Kreis der Unterstützer reihte sich auch Katrin Scholl ein, die bei Geldspenden über die Pfarrgemeinde Spendenquittungen ausstellen kann. Heike Hildebrand unterstützt die Arbeit vor allem im Social-Media-Bereich über Facebook.

„Der Keller ist jeden Donnerstag von 16.30 bis 18 Uhr geöffnet und wir nehmen nach wie vor Spenden an. Es kommen immer wieder neue Leute, die sich Sachen aussuchen“, freut sich Heike Hildebrand über den enormen Anklang, den das ehrenamtliche Engagement findet.

Gefragt ist alles von Kleidung bis zu Spielsachen, vor allem aber Kochgeschirr und Bettwäsche. Von den bereits eingegangenen Geldspenden wurden Hygieneartikel angeschafft. Für die in Hofheim untergebrachten ukrainischen Geflüchteten gab es zuletzt bei den aktuell heißen Temperaturen als Zuschuss für jeden einen Geldgutschein eines Textilwarengeschäfts, um Bademode kaufen zu können. Für die Frauen hatten die Helferinnen darüber hinaus noch eine Badetasche und Sonnenmilch als Grundausstattung besorgt. fh

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