Pandemie

Schon fast 2000 Tests im früheren Schiller-Café in Lampertheim

Von 
Daniela Hoffmann
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Wird gut genutzt: das Corona-Testzentrum im Schiller-Café auf dem Schillerplatz in Lampertheim. © Berno Nix

Lampertheim. 1860 Menschen wurden in etwas mehr als einer Woche im ehemaligen Schiller-Café auf Covid-19 getestet. „Wir sind wirklich überwältigt, wie gut unser Angebot angenommen wird“, freut sich Apothekerin Sibylle Fath, die zusammen mit Kollegin Jutta von Amende das Lampertheimer Corona-Testzentrum seit 27. März betreibt.

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Möglichkeit für Corona-Bürger-Tests in Lampertheim

Die sogenannten Corona-BürgerTests bieten derzeit drei Anlaufstellen in Lampertheim an:

Corona-Testzentrum im ehemaligen Schiller-Café, Kaiserstraße 28 A: Termine sollten vereinbart werden über das Online-Buchungssystem auf www.apo-schnelltest.de/testzentrum-lampertheim beziehungsweise über Telefon 0176/37 61 15 28.

Praxis Dr. Simone Bracht-Wittler, Ernst-Ludwig-Straße 30: Anmeldungen sind nötig. Diese können telefonisch unter 06206/33 00 erfolgen, per E-Mail an Corona-Test@Bracht-Wittler.de oder über das Online-Terminsystem auf www.bracht-wittler.de.

HNO Zentrum Lampertheim, Kaiserstraße 34: Auch hier wird um eine telefonische Vereinbarung von Terminen gebeten unter 06206/95 29 92. Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage www.hno-arzt-lampertheim.de. off

„Täglich sind die Termine ausgebucht“, berichtet Fath im Gespräch mit dieser Redaktion. Selbst über die Feiertage war der Andrang groß. „Ostersonntag kamen zwischen 125 und 130 Leute und auch an Karsamstag war viel los.“

Tage im Voraus ausgebucht

Die Besucher seien froh über die Testmöglichkeit, die ihnen einfach mehr Sicherheit gebe. Etwa vor Verwandtenbesuchen. Dass die sogenannten Bürger-Tests kostenlos sind, stehe für die Lampertheimer gar nicht so im Vordergrund, meint die Pharmazeutin. Wichtig sei vor allem, dass „man das Angebot niedrigschwellig wahrnehmen kann“.

Vielen Spargelstädtern ist es – laut Fath – zudem wichtig, dass die Tests von medizinischem Fachpersonal vorgenommen werden. „Dennoch verkaufen wir auch viele Selbst-Tests in unseren Apotheken.“ Rein zahlenmäßig hielten sich diese und die Überprüfungen auf den Sars-Erreger im Schiller-Café in etwa die Waage. Ein weiteres Argument für den Besuch im Zentrum sei das am Ende ausgestellte Zertifikat, welches das Testergebnis bescheinigt. Das bräuchten etliche Lampertheimer wohl auch für berufliche Zwecke.

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Spontan nur mit Wartezeit

Weil das Testzentrum inzwischen schon zwei bis drei Tage im Voraus ausgebucht ist, haben Jutta von Amende und Sibylle Fath noch einen zweiten Eingang am Schiller-Café für Testwillige, die spontan vorbeikommen, eingerichtet. „Die müssen lediglich etwas Zeit zum Warten mitbringen“, erklärt Fath.

Unter den 1860 Testergebnissen habe es bis Dienstagabend sechs positive gegeben. „Die müssen dann aber nochmals mit einem PCR-Test bestätigt werden“, macht die Lampertheimer Apothekerin deutlich. Denn letzterer gilt bislang als das zuverlässigste Verfahren, um einen Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 abzuklären.

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Weil der Ansturm so groß ist, und es neben den Online-Anmeldungen auch 60 bis 70 Anrufer täglich gebe, versucht Sibylle Fath noch eigens einen Mitarbeiter fürs Telefonieren abzustellen. Schließlich gebe es auch Menschen, die nicht so internetaffin seien. Und die, so die Pharmazeutin, sollten auf jeden Fall auch die Chance auf einen Termin im Lampertheimer Testzentrum haben.

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Redaktion