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Parteien - SPD-Politiker nehmen zum Auftakt ihrer Sommertour die Situation in der östlichen Kernstadt in den Blick

Schmidt: Wir müssen vor Ort agieren

Von 
Dieter Stojan
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Zur ersten Sommertour der SPD trafen sich zahlreiche Interessierte. Mit dabei waren Erster Stadtrat Marius Schmidt (5.v.l.), Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler (6.v.r.) und SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter (3.v.l.). © Dieter Stojan

Lampertheim. Der Aufbau von Gemeinwesenarbeit in der östlichen Kernstadt war das Thema der ersten Sommertour-Etappe des Lampertheimer SPD-Ortsvereins. Alljährlich in der Ferienzeit machen sich die Sozialdemokraten montagabends auf den Weg, um sich über soziale oder strukturelle Probleme in der Stadt zu informieren oder das heimische Gewerbe mit seinen Sorgen und Nöten besser kennenzulernen. Die östliche Kernstadt (jenseits der Bahnlinie) war diesmal das Ziel.

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Am Heideweg konnte Ortsvereinsvorsitzender Jens Klingler Mitglieder seiner Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung sowie Parteigenossen begrüßen und verwies gleich zu Beginn auf den Neubau der Baugenossenschaft Lampertheim. Gleichzeitig verkündete Klingler den Beginn des Wahlkampfes und stellte den SPD-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Bergstraße Sven Wingerter vor. Bislang war der Wahlkreis vertreten durch SPD-Justiz- und Familienministerin Christine Lambrecht, die bei der nächsten Bundestagswahl nicht mehr als Kandidatin antritt.

Probleme im Viertel

Erster Stadtrat Marius Schmidt (SPD) informierte die Anwesenden über die Probleme in dem Stadtgebiet. Hier wohnen viele Bezieher von Sozialleistungen und viele Menschen mit Migrationshintergrund. Jeder vierte Haushalt in dem Quartier sei, so Schmidt, von staatlicher Unterstützung abhängig. Zwar gebe es etliche Stellen, die beratend zur Seite stünden. Trotzdem wurde jetzt ein Projekt gestartet, das unter dem Titel „Aufsuchende Sozialarbeit“ firmiert.

„Wir müssen direkt vor Ort agieren und sehen die Lösung des Problems in der Installation eines Streetworkers“, so Schmidt. Dabei sei die Finanzierung das größte Problem. Aber es gebe aktuell ein Förderprogramm des Landes Hessen, durch das eine Sozialarbeiterstelle bis zu 68 Prozent für fünf Jahre finanziert werden könnte (wir haben berichtet). Voraussetzung ist eine klare Definition der Aufgaben und Ziele dieser Stelle.

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Mit dem Diakonischen Werk

Eine solche Stelle soll in die Trägerschaft des Diakonischen Werks gegeben werden, um auch die nötigen Querverbindungen zu schaffen. Weitere Fördertöpfe zu städtebaulichen Aufwertung will die Verwaltung ebenfalls anzapfen. Den Begriff „Östliche Kernstadt“ wertete Schmidt als Versuch, von der Stigmatisierung durch Worte wegzukommen. Unter alteingesessenen Lampertheimern ist das Gebiet auch unter weniger neutralen Namen bekannt.

Der SPD-Kandidat zur Bundestagswahl Sven Wingerter ergänzte, dass es ein Bundesprogramm zur Förderung sozialer Projekte gibt, dass ebenfalls in Anspruch genommen werden könnte. Er plädierte generell für eine zeitgemäße finanzielle Ausstattung der Kommunen. In Berlin solle dies eines seiner Themen sein – wenn er am 26. September in den Bundestag gewählt wird.

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