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Probleme sind anscheinend nicht wirklich von Interesse

Von 
Martina Wolf
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Zum SHM-Bericht „Müssen die Bürger mitnehmen“ vom 16. Juli:

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Am 14. Juli haben sich alle Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung auf einen Bürgerbeteiligungsprozess bei der Entwicklung des Kaufland-Areals geeinigt. Mit großem Pathos hat Fritz Röhrenbeck (FDP) auch dem „letzten einfachen Bürger“ noch einmal erklärt, dass es sich beim Kaufland-Areal um ein Privatgelände handelt und die Stadt eigentlich „nichts machen kann“. Mit der Aussage „Man(n) kann nichts machen“ befindet er sich in guter Gesellschaft mit dem Kernstadt-Bürgermeister und der alten Politik-Prominenz von Lampertheim. Deshalb ein paar Worte zur Klarstellung: Wir Anwohner aus dem Rosengarten haben lediglich die Stadtverwaltung Lampertheim und den Kernstadt-Bürgermeister aufgefordert, die Anwohner und den Ortsbeirat über den Sachstand zu informieren und die rechtlichen Rahmenbedingungen (mögliche Änderung des Bebauungsplans) transparent durchzuführen. Niemand hat die Stadt zu unredlichen Handlungen oder gar zur Enteignung der Comer Immobiliengesellschaft aufgefordert, obwohl das Areal seit Jahren nur ein Spekulationsobjekt für die Immobiliengesellschaft ist.

Es ist schon verwunderlich, mit wie viel Eifer und Engagement manch ein politischer Akteur den Eigentümer Comer Immobiliengesellschaft unterstützt und dessen Rechte als Eigentümer lautstark betont. Bei den Pflichten des Eigentümers verstummen meist die Stimmen der politischen Akteure.

Die bestehenden und zukünftigen Probleme mit möglichen Altlasten, der Gefährdung durch alkoholisierte und kampierende LKW-Fahrer, Prostitution, illegale Müllentsorgung, Rattenbefall, Umweltbelastungen, erhöhtes Verkehrsaufkommen, erhöhte Lärmbelastungen etc. sind anscheinend für diese Herren nicht wirklich von Interesse.

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Für mich als betroffene Anwohnerin ist es sehr erschreckend, wenn auf kommunaler Ebene nicht mehr die Belange der eigenen Bürger von Lampertheim, sondern die persönliche Selbstdarstellung und die parteipolitische Positionierung im Vordergrund stehen.

Es würde manch einem politischen Akteur gut zu Gesicht stehen, die bestehenden Probleme der Stadt Lampertheim wie das heruntergekommene Bahnhofsgebäude, die Nato-Straße, fehlende Jugend-Clubs, Verödung der Innenstadt etc. mit innovativen Ideen anzugehen. Anstatt „Man(n) kann nichts machen“ sollte das Motto für die Kommunalpolitik lauten: „Wir (alle) machen was, für eine lebenswerte Zukunft in Lampertheim.“

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