AdUnit Billboard
Bauausschuss - Zustimmung für Projekt von Sybac Solar

Photovoltaik statt Kies

Von 
Stephen Wolf
Lesedauer: 

Lampertheim. Auf dem Gelände des früheren Kieswerks Johannes Kern XI kann ein Solarpark gebaut werden. Das hat der Lampertheimer Bauausschuss am Dienstag einstimmig beschlossen. Wie die Stadtverwaltung in der entsprechenden Beschlussvorlage festgehalten hat, sind die Ressourcen der Kiesgrube nach einem sechs Jahrzehnte währenden Abbau so gut wie erschöpft.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Das Unternehmen Sybac Solar mit Sitz im rheinland-pfälzischen Kehrig plant sowohl die Errichtung als auch den Betrieb des Solarparks. Wie es von der Stadt heißt, seien weder mit Blick auf die Änderung des Flächennutzungsplans noch zur Aufstellung des Bebauungsplans Stellungnahmen eingegangen. Ein Solarpark fängt Sonnenlicht ein und wandelt dieses in Strom um.

Willi Billau sorgte für Eklat

Im Vorfeld hatten die Planungen für den nun im Ausschuss beschlossenen Solarpark indes für einen Eklat in der Stadt gesorgt. So hatte der Vorsitzende des Regionalbauernverbands Starkenburg, der Lampertheimer Landwirt Willi Billau, Bürgermeister Gottfried Störmer im vergangenen Jahr der Lüge bezichtigt. Der war zuvor im Ausschuss gefragt worden, weshalb nicht der Lampertheimer Versorger Energieried die Photovoltaikanlage errichtet, sondern das Unternehmen aus Kehrig,

Mehr zum Thema

Landfrauen

Groß und Klein erkunden süße Früchtchen

Veröffentlicht
Von
Rosi Israel
Mehr erfahren
Planung

Drei Wohnhäuser sind eines zu viel

Veröffentlicht
Von
Stephen Wolf
Mehr erfahren

Dem Rathauschef zufolge habe Energieried zwar Interesse an einem Projekt auf dem Kiesgelände signalisiert, doch seien Verhandlungen zwischen Sybac und dem Kieswerk bereits in Gang gewesen. Daraufhin hatte Billau den Bürgermeister kritisiert und behauptet, die Landwirte hätten bereits 2020 Gespräche mit der Firma Kern geführt, um Energieried einen Standort für dessen Solarpark zu organisieren.

Hintergrund waren Pläne von Energieried, auf wertvollem Ackergelände im Bruch eine Anlage aufzubauen. Der Kieswerkbetreiber habe sich seinerzeit offen gezeigt, doch Energieried habe die Alternative mit dem Hinweis auf eine höhere Wirtschaftlichkeit im Bruch verworfen. Gleichwohl rief die geplante Photovoltaik-Anlage im Bruch im Bauausschuss ein geteiltes Echo hervor, bis sie Anfang dieses Jahres schließlich beschlossen wurde.

Störmer ließ nach den Vorwürfen des Landwirts über seine Pressestelle ausrichten, er stehe hinter der Aussage, die er in öffentlicher Sitzung gemacht hatte. Die Verhandlungen zwischen Sybac und der Firma Kern seien bereits gelaufen, als auch Energieried Interesse an der Fläche bekundet habe. wol

Redaktion

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1