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Baugenossenschaft - Neue Projekte vorgestellt

Mietparteien gärtnern gemeinsam

Von 
dtim
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Viernheim. „Blumige Grüße“ erwarten die Verkehrsteilnehmer am Kreisel Daimlerstraße/Planckstraße. Absender der auf einem weißen Holzschild platzierten Grußbotschaft ist die Baugenossenschaft Lampertheim, die ihr 75-jähriges Bestehen feiert. Das Blumenmeer im Hintergrund ist das Ergebnis einer umfassenden Neugestaltung, die die Gesellschaft im Rahmen einer Patenschaft durchgeführt hat.

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Hier können die Mieter der BG in Zukunft gemeinsam anpflanzen. © Berno Nix

„Es ist der erste Kreisel, den wir in fremde Hände geben“, sagt Sabine Vilgis, Fachbereichsleiterin der Technischen Betriebsdienste der Stadt Lampertheim. Dass es wahrlich gute Hände sind, zeigt schon ein Blick auf die ausgewählten Pflanzenarten: Asiatische Wildaster, Eisenkraut, Prachtkerze, Purpurglöckchen und Salbei sind Teil der Staudenmischpflanzung, die den vormals eher unschönen Kreisverkehr in einen Hingucker verwandelt.

Bienenfreundliche Bepflanzung

Eine in ökologischer Hinsicht bedeutsame Eigenschaft haben sämtliche Arten gemeinsam: Sie sind bienen- und insektenfreundlich, wie Dieter Sejak betont, der für die Baugenossenschaft die Außenanlagen plant. Die Ansiedlung von Wild- und Honigbienen ist für ihn ein Herzensanliegen. Beraten lässt er sich vom Lampertheimer Imker Markus Reitz.

Neben der Blumenmischung zieren den in direkter Nachbarschaft zu BG-Gebäuden gelegenen Kreisel drei Säulen Sommerflieder. „Höher als 1,70 Meter wird die Bepflanzung aber nicht“, versprechen die Verantwortlichen. Klare Sichtverhältnisse müssen für Verkehrsteilnehmer gewährleistet bleiben.

Ein zweites Projekt der Baugenossenschaft anlässlich ihres Jubiläums heißt „Urban Gardening“. „Nicht jedem war der Begriff sofort geläufig“, erzählt BG-Vorstand Wolfgang Klee. Dabei passe das gemeinschaftliche Gärtnern eigentlich „wunderbar zum genossenschaftlichen Gedanken“. Die Möglichkeit hierfür erhalten nun 24 Mietparteien in der Draisstraße 48-52. Zu dem selbst angebauten Obst und Gemüse zählen Paprika, Tomaten, Möhren und Beerenfrüchte. Hochbeete erwartet der Vorstand bald auch in anderen Gebäuden, an möglichst vielen Standorten soll das Projekt realisiert werden.

Zukunftsthema Nachhaltigkeit

Darüber hinaus sind Bepflanzungen an Müllplätzen geplant, die durch die Verlegung der Abfallsammlung in Unterflursysteme freiwerden. Das Zukunftsthema Nachhaltigkeit will die Genossenschaft aber auch mit ihrem Mobilitätskonzept umsetzen. Dieses beinhaltet Mietstationen für Lastenräder und Autos sowie Ladestationen für E-Fahrzeuge. 816 Wohnungen befinden sich aktuell in der Hand der Lampertheimer Baugenossenschaft. Mehr als 1100 Mitglieder leben in den Immobilien, von denen ein Teil öffentlich gefördert wird, während der übrige Bestand dem freien Markt zur Verfügung steht. dtim

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