Kommunalpolitik - CDU fordert im Ortsbeirat Geschwindigkeitskontrollen und Neupflanzungen

Mehr Bäume, weniger Raser

Von 
Kevin Schollmaier
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Hüttenfeld. Bäume und Autos – so lässt sich die zweite Sitzung des Hüttenfelder Ortsbeirats gewissermaßen zusammenfassen. Im Turnraum des Bürgerhauses eilten die neun Mitglieder im Schnelldurchlauf durch die kurze Tagesordnung. Das Gremium verabschiedete zwei Anträge der CDU.

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Die Christdemokraten wollen die viel befahrene Lampertheimer Straße mit mehr Bäumen bestücken. Allerdings nur dann – so steht es in der von Daniel Lerch vorgetragenen Begründung – wenn dabei „keine Parkmöglichkeiten wegfallen oder sonstige Einschränkungen entstehen“.

Vorschlag eines Hüttenfelders

Damit greift die CDU die Anregungen eines Hüttenfelder Bürgers aus der vorangegangenen Sitzung auf. Der Bioinformatiker, der auch Vorsitzender beim BUND Hemsbach/Laudenbach ist, hatte im Anschluss an die offizielle Sitzung zahlreiche Vorschläge gemacht, wie Hüttenfeld optisch und insbesondere im Hinblick auf den Naturschutz aufzuwerten sei – ohne dabei alle Besitzverhältnisse en detail zu kennen. Die CDU will nun zumindest in der Lampertheimer Straße damit beginnen und hat besonders den Ortseingang vom Kreisel aus ins Auge gefasst. Der Magistrat soll nun prüfen, was möglich ist.

Dabei ließen sich die drei Mitglieder mit Zustimmung von Anton Schugschdinis (FDP) auch nicht von der Bitte des Ortsvorstehers Karl Heinz Berg abbringen, den Antrag zurückzuziehen. Der hatte in seinen Mitteilungen angekündigt, die SPD werde zwar nicht dagegen, aber auch nicht dafür stimmen. Aus seiner Sicht würden Begrünungsmaßnahmen nur ganzheitlich und nach einem Gespräch mit Sabine Vilgis, der Leiterin der Technischen Betriebsdienste, und Grünflächenplanerin Astrid Tippelt Sinn ergeben. „Erst dann kennen wir rechtliche Grundlagen und Besitzeigenschaften. Dann sollten wir zusammen einen Wunschkatalog erstellen“, so Berg, der seine Enthaltung mit der Botschaft „Nicht kleckern, sondern klotzen“ begründete.

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Verengung reicht nicht aus

Zustimmung von allen Seiten gab es für den zweiten CDU-Antrag, am Ortseingang von Viernheim kommend Geschwindigkeitsprotokolle durchzuführen. Durch die sinnvolle Einbahnstraßenregelung habe sich das Verkehrsaufkommen deutlich reduziert, was viele Autos zu schnellem Fahren verleite. Wegen der Bushaltestelle und dem nahe gelegenen Sportplatz würden viele Kinder die Straße kreuzen. „Die Verengung reicht nicht aus, weitere Maßnahmen sind notwendig“, heißt es im Antrag.