AdUnit Billboard
Sommerfest

Krautstorze feiern 25. Geburtstag

Theatergruppe holt Jubiläumsfeier nach

Lesedauer: 
Ein Jubiläumskuchen für die Krautstorze: Bürgermeister Gottfried Störmer (l.) gehört zu den vielen Gratulanten. © fh

Hofheim. Raus aus ihrem zweiten Wohnzimmer zog es bei Kaiserwetter die Theatergruppe „Die Kraut-storze“. Nicht im Bürgerhaus, wo seit zweieinhalb Jahrzehnten die Aufführungen stattfinden, sondern auf dem liebevoll gestalteten Areal davor luden die Laiendarsteller zum Sommerfest ein. Diesen Rahmen nutzte die Theatergruppe um die seit 2016 amtierende Erste Vorsitzende Miriam Gorniotzek gleichzeitig dazu, dass im vergangenen Jahr entfallene 25-jährige Bestehen mitzufeiern.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Gegen die stechende Sonne waren ausreichend Sonnenschirme aufgestellt und eine echte Wohlfühloase vor dem Bürgerhaus geschaffen. Bei der offiziellen Begrüßung zur besten Mittagszeit durfte die Vorsitzende und Robin Vollhardt die Stadtspitze mit Bürgermeister Gottfried Störmer, den Ersten Stadtrat Marius Schmidt, Kulturamtsleiter Rolf Hecher und Ortsvorsteher Alexander Scholl besonders willkommen heißen. Später gratulierte auch noch Landrat Christian Engelhardt zum Jubiläum.

Störmer bittet um „Gnade“

Die kühlen Getränke verkauften sich bei dieser Witterung fast schon von alleine, dazu gab es Lose für die Tombola. Begehrt war aber auch der Imbissstand der Familie Winter aus Worms. Den Verkauf von Kaffee und Kuchen übernahm am Nachmittag im Bürgerhausfoyer das ansonsten im Bahnhofsgebäude zu findende Café Originell. Die Krautstorze würdigte Bürgermeister Gottfried Störmer als einen Verein, der den Hofheimern die Möglichkeit gibt, Theater zu spielen. Das Stadtoberhaupt outete sich als großer Fan der Theatergruppe, schließlich hat er alle Darbietungen in seiner Amtszeit gesehen und schätzt dabei auch die schelmischen Seitenhiebe in Richtung lokaler Größen. „Ich bitte um Gnade“, bereitet Störmer die nächste Darbietung, bei der es um Trubel im Bürgermeisterbüro gehen soll, jedoch etwas Sorge, wie er mit einem Lächeln verriet. Mitgebracht hatte das Stadtoberhaupt eine überdimensionale Torte, die er mit Miriam Gorniotzek zusammen anschnitt.

Mehr zum Thema

MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld

Stimmgewaltige Rückkehr

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Soziales

Hofheimer Chor verteilt sein Restvermögen

Veröffentlicht
Von
Fh
Mehr erfahren
Hofheimer Benefizlauf

Tolles Event, wenige Teilnehmer

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Auch Ortsvorsteher Alexander Scholl hatte seit den Anfängen 1996, die er sogar noch als Lichttechniker betreute, kaum eine Vorführung der Krautstorze verpasst. Es gilt als unbestritten, dass die Krautstorze immer mit dem Namen Heinrich Kraft verbunden bleiben werden. Das Gründungsmitglied galt viele Jahre als „treibende Kraft“ und „Mädchen für alles“, war Intendant, Dramaturg und Regisseur, Bühnenbildner, Kulissenbauer, leitete die Proben, einfach alles lag in seinen Händen. Miriam Gorniotzek würdigte die Verdienste des Verstorbenen, „der sicher von oben zuschaut“. Mit dem Schwank „Familienkrach im Doppelhaus“ glückte den Krautstorze gleich zur Premiere 1996 ein Volltreffer.

„Die Krautstorze“ sind heute Mitglied im Bund Deutscher Amateurtheater und im Landesverband Hessischer Amateurbühnen und ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der hiesigen Kulturszene. Im Rahmenprogramm über den Nachmittag hinweg sorgten die „Howwe Allstars“ für beste musikalische Unterhaltung. Mit Titeln der 70er und 80er Jahre, darunter echte Ohrwürmer wie zu Beginn „Hymn“, „Stumblin in“ sowie Klassiker von CCR und den Beatles, trafen Andreas Adler (Gitarre), Willi Winkler (Gitarre/Saxophon), Christian Hess (Schlagzeug), Jürgen Litters (Bass) und Sängerin Regina Lösch absolut den Geschmack des Publikums, dem es damit leicht fiel, das gute Essen und das Wetter zu genießen.

Dadurch, dass alle Instrumentalisten auch singen, heben sich die „Howwe Allstars“ von vielen vergleichbaren Bands ab, benötigt kein aufwendiges Bühnenbild, die Musik steht im Mittelpunkt. Ein kleiner Paukenschlag am Nachmittag war die Stippvisite der „Frau vun Howwe“ mit dem HCV-Original Heike Hildebrand in ihrer Paraderolle. Für die kleinen Besucher war eigens ein Karussell aufgebaut, so dass auch für diese Altersgruppe ein Verweilfaktor gegeben war. fh

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1