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Entdeckt

Krabbeltiere nach Konzert

Nosferatu-Spinnen leben auch in Lampertheim

Von 
Stephen Wolf
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Lampertheim. Sie hat einen unheimlichen Namen. Und wenn sie zubeißt, ist das für den Menschen in der Regel mit einem Bienen- oder Wespenstich zu vergleichen. Die Nosferatu-Spinne mit ihren langen und haarigen Beinen wird immer häufiger in Deutschland gesichtet.

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Nun sind gleich zwei Exemplare in Lampertheim aufgetaucht. Entdeckt hat sie unser Fotograf Berno Nix vor und in seiner Wohnung im Guldenweg. „Meine Freundin und ich kamen am Donnerstagabend von einem Jazzkonzert heim, als wir die erste Spinne an der Hauswand entdeckten“, berichtet der 58 Jahre alte Fotoreporter, der regelmäßig auch für diese Redaktion arbeitet.

Schnell ein Foto geschossen

Das Foto zeigt eine der Lampertheimer Nosferatu-Spinnen. © Berno Nix

Wie es typisch für seinen Berufsstand ist, habe er geistesgegenwärtig nach einer Kamera gegriffen und das beeindruckende Exemplar abgelichtet. Kaum eine halbe Stunde später entdeckte das im Guldenweg lebende Paar das zweite Exemplar an der Decke des Wohnzimmers. „Die Spinnen machen jetzt wohl auch in Lampertheim ihre Runde“, vermutet Nix, der beide Krabbeltiere mit einem Glas einfing und an die frische Luft setzte.

Durch die steigenden Temperaturen kommen immer mehr Insekten und andere Tierarten aus wärmeren Regionen nach Europa. Ebenso wie die Quagga-Muschel im Bodensee oder die Kalifornische Kettennatter wird auch die Nosferatu-Spinne zu diesen sogenannten invasiven Arten gezählt. Die exotische Spinnenart ist eigentlich im Mittelmeerraum und in Nordafrika zu Hause. Die nächtlichen Jäger mit dem unheilvollen Namen werden aber seit einiger Zeit auch hierzulande beobachtet. Werden sie in die Enge getrieben, könnte es vorkommen, dass sie versuchen zu beißen, wie es von Experten heißt. wol

Redaktion

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