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Menschen in Lampertheim - Jean-Pierre „Jacques“ Dupin plaudert über seine Zeit im Freiwilligen Polizeidienst / Aus Altersgründen das Ehrenamt aufgegeben

Im Einsatz gegen Unrecht und Falschparker

Von 
Rosi Israel
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Kann jetzt mehr Zeit mit seinem Enkel Daniel verbringen: Jean-Pierre Dupin, besser bekannt als Jaques, genießt seinen Ehrenamts-Ruhestand. © Rosi Israel

Lampertheim. Noch vor kurzem war es für Jean-Pierre „Jacqes“ Dupin nicht selbstverständlich, es sich im Gartenstuhl des Eis-Cafés gemütlich zu machen, eine kalte Köstlichkeit zu schlecken und dabei gelassen den Passanten beim Flanieren zuzusehen. Der Helfertyp, der elf Jahre lang für andere da war, entspannt nun und genießt den Nachmittag mit seinem Enkelsohn Daniel.

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Von 2010 bis 2021 war Dupin Angehöriger des Freiwilligen Polizeidienstes in Lampertheim, hat sich sehr engagiert und für die Sicherheit in der Spargelstadt stark gemacht. Altersbedingt wurde er jüngst aus dem Ehrenamt verabschiedet (wir haben berichtet). Stolz kann er heute berichten, dass es ihm gelungen ist, bei Problemen Abhilfe zu schaffen: So habe er einige Brennpunkte in der Stadt aufgespürt und geholfen, die Missstände, beispielsweise auf dem Stadtfriedhof, wo Jugendliche ihr Unwesen trieben, zu beseitigen. Auch Falschparker haben Dupin auf die Palme gebracht: „Denn die gefährden Radfahrer und Fußgänger und behindern Rollstuhlfahrer.“

Allerdings betont Dupin immer wieder, dass die Unterstützung der Polizeibehörde Teamarbeit ist. „Der Leiter des Ordnungsamtes Uwe Becher, die Mitarbeiterin Katja Stotz-Sen und die Schutzfrau vor Ort, Polizeioberkommissarin Christina Wegerle, die Chefin der Hilfspolizisten, haben uns ein Wir-Gefühl gegeben“, bekräftigt der 70-Jährige. Er fügt hinzu: „Wenn zwei freiwillige Polizeihelfer unterwegs sind, dann müssen sie zusammenpassen und sich aufeinander verlassen können. Für manchen Kollegen oder Kollegin wäre ich durchs Feuer gegangen.“ Wenn er unterwegs war, ging er hilfreich und einfühlsam vor. Manchmal auch auf seine ganz persönliche Art und Weise.

„Polizeihelfer sind angehalten, Vorkommnisse und Wahrnehmungen zu beobachten und zu melden“, erklärt Dupin. Er habe oft eine Vermittlerrolle eingenommen. Sein Hauptziel sei immer gewesen, die Konflikte zu lösen. Außerdem seien ihm seine Erfahrungen als Fußball-Schiedsrichter zugute gekommen. Ein guter Schiri müsse nämlich selbstbewusst sein, Durchsetzungsvermögen und Kommunikationsstärke besitzen und noch dazu schnell Entscheidungen treffen. „Ich bin es als Schiri gewohnt, dass mir die Menschen mit Respekt begegnen und so halte ich es auch.“.

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„Lebende Legende“

Er sei ein wahrheitsliebender Mensch, das Ehrenamt habe ihm Spaß bereitet. „Der Freiwillige Polizeidienst sollte mit Herzblut ausgeübt werden“, ergänzt Jacques. Unter diesem Spitznamen ist er in Lampertheim bekannt. Seinen richtigen Vornamen benutzt der Wahl-Lampertheimer nur, wenn es förmlich wird. Zum Abschied aus dem Freiwilligen Polizeidienst haben die Kollegen Humor bewiesen und für Jacques ein blaues Polo-Shirt mit der Aufschrift „Lebende Legende“ bedrucken lassen – in französischer Sprache, da der Geehrte gebürtiger Franzose ist.

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