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Ideenlose Antwort

Von 
Leserbrief-Schreiber: Martina Wolf
Lesedauer: 

Leserbrief zur Berichterstattung über die Zukunft des Kaufland-Geländes in Rosengarten:

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Eines ist klar: Das Gelände soll und muss entwickelt werden. Wir Bürger in Rosengarten haben nicht umsonst mehrfach auf die Ärgernisse und Gefahren hingewiesen. Das Gelände ist nicht nur ein unschöner Fleck in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, sondern auch eine direkte Gefährdung durch campierende Lkw-Fahrer, Prostitution, Lärmbelästigung, illegale Müllentsorgung und den Folgen eines überregionalen Flohmarktes.

Wir fragen uns, warum Politik und Verwaltung nicht schon längst tätig geworden sind. Eine Fläche von zirka neun Hektar bietet ein großes Entwicklungspotenzial, aber die profane und ideenlose Antwort der Verwaltung lautet: „Wandlung in einen Gewerbepark für Produzierendes Gewerbe“.

Bei der zunehmenden Belastung durch den Verkehr im Ort ist ein Gewerbepark keine vernunftgesteuerte Überlegung, sondern eine rein profitgesteuerte Denkweise auf Kosten der Bürger Rosengartens. Insbesondere ohne die Aussicht auf eine schnelle Umsetzung der Ortsumgehung, werden wir Bewohner mit noch mehr Fahrzeugen, in erster Linie Lkws, belastet.

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Sollte die Ortsumgehung jemals realisiert werden, wird der geplante Gewerbepark mit der Zufahrt Probleme bekommen, denn die Umgehung B 47 sieht keine Regelung für Schwerlastverkehr in Rosengarten vor. Die einzige Möglichkeit, die sich bietet, ist ein Zugang über die L 3110 oder durch das Stadtgebiet von Bürstadt.

Damit wäre die geplante Entlastung durch die Ortsumgehung völlig ausgehebelt. Wahrscheinlich soll durch den geplanten Gewerbepark ein neuer Global-Player platziert werden, der sich gegen die Umgehung aussprechen wird.

Rekultivierung beziehungsweise Renaturierung sind in den bisherigen Überlegung der Verantwortlichen nicht geprüft worden, da „Altlasten“ auf dem Gelände und in den benachbarten Grünflächen vermutet werden. Bei der Frage bezüglich der Altlasten haben der Bürgermeister und die Verwaltung offenbar eine klare Vision: die Altlasten im Boden belassen und mit einem Gewerbepark zubetonieren.

Dass das Kaufland-Areal umgeben ist von Spargel- und Erdbeerfeldern und Giftstoffe sich an keine Grenzen halten, ist für manch einen politischen Akteur der Kernstadt anscheinend irrelevant. Während überall über Klimaschutz gesprochen wird, sollte man davon ausgehen, dass im Jahre 2021 auch Lampertheim bei der Stadtentwicklung besonnener und nachhaltiger agiert.

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Wir Bürger von Rosengarten können nur hoffen, dass sich innovative Ideen für ein modernes Stadtquartier durchsetzen und realisiert werden.

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