Ortsbeirat Neuschloß - Erste Sitzung nach der Kommunalwahl Gottlieb Ohl tritt Vorsitz an Carola Biehal ab

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Neuschloss. "Die Demokratie lebt vom Wechsel." Sprach's und machte seinen Platz frei. Gottlieb Ohl (FDP) ist nicht länger mehr Ortsvorsteher von Neuschloß. Seinen Posten hat nun Carola Biehal inne. Die Vorsitzende des Vereins Altlasten ist erst mit den jüngsten Kommunalwahlen bei der SPD aktiv geworden. Nun zeigt sie für die Sozialdemokraten im Stadtteil Flagge.

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Für den scheidenden Ortsvorsteher eine logische Folge. Mit fünf Mandaten sollte die größte Gruppierung im Ortsbeirat den Ortsvorsteher stellen, meint Gottlieb Ohl. Der 62-Jährige hat dem Ortsbeirat 18 Jahre lang vorgestanden. Das Hauptziel, die Altlastensanierung des Stadtteils, sei in dieser Zeit erreicht worden. Schwerpunkte der gerade angebrochenen Wahlperiode seien die Sanierung des Sodabuckels und ein Nutzungskonzept für das Schlossgebäude. Ohl, der auch Dezernent für Gefahrenabwehr des Kreises ist, möchte für die FDP nun in den Lampertheimer Magistrat einziehen.

"Unermüdlicher Einsatz"

Der scheidende Ortsvorsteher nahm viele Dankesbekundungen aus dem Gremium mit. Seine Nachfolgerin, Carola Biehal, zollte ihm Lob für seinen "unermüdlichen Einsatz" zugunsten der Bevölkerung von Neuschloß: "Er hat hier sehr viel bewegt." Nicht umsonst habe Ohl bei den jüngsten Kommunalwahlen die meisten Personalstimmen auf sich vereint. Zum Stellvertreter Biehals wählte der Ortsbeirat den Sozialdemokraten Robert Lenhardt. Über beide Vorstandsposten wurde jeweils mit einer Enthaltung (CDU) entschieden.

Carola Biehal zufolge liegen die Sanierungsarbeiten im Stadtteil wegen des Winters etwa drei Monate hinter dem Zeitplan. Die Wiederherstellung der Gärten werde im nächsten Jahr fortdauern. Für 27. Mai wolle die Sanierungsgesellschaft zu ihrem letzten Sommerfest im Stadtteil einladen.

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Sozialdemokrat Lenhardt fragte in der Sitzung nach Möglichkeiten, in der Kindertagesstätte des Stadtteils Betreuungsplätze für Hortkinder anzubieten. Er verwies dabei auf eine lange Warteliste in der Kernstadt. Laut Erstem Stadtrat Jens Klingler muss über das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ein Gesamtkonzept Aussagen treffen.

Die Frage Paul Schneiders (FDP) nach der künftigen Nutzung des Schlossgebäudes verwies Erster Stadtrat Klingler ans Lampertheimer Stadtmarketing. Konzepte wie ein Museumsbetrieb seien aber momentan nicht umsetzbar. Abschließend sprach sich das Gremium dafür aus, der Bürgerinitiative Bila regelmäßig die Gelegenheit für einen Sachstandsbericht zur ICE-Streckenplanung zu geben. urs