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E-Jugend - Besuch beim Training des TVL

Fußball schafft Gemeinschaft

Von 
Rosi Israel
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Lampertheim. “Martin, der andere Junge hat mir den Ball nicht zu gespielt!“ Und: „Martin, sollen wir noch einmal Slalom laufen?“, richten sich kleine Fußballer mit ihren Anliegen an ihren Trainer Martin Schneider. Der E-Jugend-Trainer des Turnvereins Lampertheim (TVL) hört den jungen Kickern zu und gibt ihnen geduldig Antworten. Aber wenn das Geplapper zu viel wird und somit kostbare Trainingszeit verstreicht, kann der Trainer auch energisch werden: „Konzentriert euch jetzt!“ Oder auch, wenn ein Junge unfair spielt. Dann kann es schon einmal vorkommen, dass Martin Schneider einem Fußballspieler ein paar Liegestütze aufbrummt, die er dann gleich auf dem Kunstrasenplatz machen muss. An dem Nachmittag wird auf dem Fußballfeld vom VfB, im Adam-Günderoth-Stadium, trainiert.

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Die Fußballer spielen abwechselnd im Stadion am Weidweg und im Sportgebiet Ost beim TVL. „Manche Spieler sind noch nicht lange dabei“, sagt Martin Schneider. Da es insgesamt rund 30 kleine Kicker sind, werden zwei Gruppen gebildet. „Es sind gemischte Mannschaften, mit Kindern unterschiedlicher Nationalitäten, die in Lampertheim die Grundschulen besuchen.“, erklärt Schneider. Es gebe kaum eine Nation, die nicht im Verein vertreten sei. Da sich die elf und zwölf Jahre alten Jungen von der Schule her kennen, verstünden sie sich gut, unter ihnen entwickle sich auch eine Kameradschaft. „Kürzlich hat noch ein Flüchtlingsjunge aus der Ukraine das Training bei uns aufgenommen“, sagt der Trainer über die multikulturelle Mannschaft des TVL und fügt hinzu: „Ihm haben wir wieder ein Lachen ins Gesicht gezaubert.“ Für das Foto präsentieren sich die Spieler stolz und halten Plakate mit den Nationalitäten hoch. Diese Aufstellung soll für ein gutes Miteinander stehen.

Junge Multikulti-Truppe beim Turnverein Lampertheim. © Rosi Israel

Der Junge aus dem Kosovo steht neben seinem Kumpel aus Pakistan und daneben sind Freunde aus Polen und der Türkei. „Der Fußball ist unser Bindeglied“, beschreibt der Jugendtrainer. Anfangs sei es für ihn schon eine Herausforderung gewesen, sich die Namen der kleinen Ballsportler zu merken. Die Aufwärmübungen beginnen, es werden Pässe gespielt und dann kommt das Startkommando zum Slalom.

„Sie geben sich Mühe“

Schon laufen die Spieler mit dem Ball los, sie sollen die aufgestellten Hütchen im Zickzack umlaufen. Hierbei zählt Geschicklichkeit und Ausdauer. „Sie geben sich Mühe“, beschreibt Schneider die Trainierenden. Aber nicht jeder Sportler ist in der Lage, schnell zu laufen und die Kurven zu nehmen sowie den Fußball sicher um das Hindernis zu führen. „Die Hauptsache ist, die Jungen bewegen sich und haben ihren Spaß dabei. Zuhause würden sie womöglich am Smartphone oder PC hocken“, vermutet der Trainer.

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