Sommertour I - Christdemokraten radeln zum Sodabuckel Experte erläutert Sanierung und Grundwasserschutz

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Über den Fortschritt der Sanierungsarbeiten am Sodabuckel informiert sich die CDU bei ihrer Sommertour.

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Lampertheim. Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die CDU am Montagabend den Sodabuckel in Neuschloss, "auch, wenn der Sommer sich für heute verabschiedet hat", wie Fraktionsvorsitzender Edwin Stöwesand erklärte. So reichte er das Wort nach seiner kurzen Begrüßung weiter an Stephan Frech, der den Anwesenden als Projektleiter von der Stabstelle Bodenschutz der Stadtverwaltung einen Überblick über die Historie des Hügels und die laufenden Sanierungsarbeiten gab.

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Von 1827 bis 1927 hatte die Chemische Fabrik Neuschloss den Hügel "als Abfalldeponie genutzt", wie Frech erklärte. Die Folge: Der Boden habe eine hohe Konzentration an Schwermetallen und Arsen, das als Nebenprodukt hauptsächlich bei der Sodaproduktion, aber auch bei der Herstellung einer Vielzahl chemischer Produkte wie Schwefel- oder Salzsäure übriggeblieben sei. "Für uns als Stadt gibt es zunächst einmal zwei kritische Punkte: die Gefahr eines Eindringens dieser Stoffe ins Grundwasser und die Probleme der Direktaufnahme etwa durch Staubverwehungen."

Zwei Verfahren möglich

Eine Möglichkeit für den Grundwasserschutz seien Kunststoffdichtungsbahnen, die das Wasser zu Sickerwasserschächten leiten. Außerdem seien auf dem Hügel mittlerweile der hellere Unterboden und der dunklere Oberboden aufgeschüttet worden. Der Unterboden könne Regenwasser besonders gut aufnehmen und es später auch an die Pflanzen, die angelegt werden sollen, abgeben. Schließlich werde eine Rekultivierung des Hügels angestrebt, bei der "ein ansteigender Waldrand entstehen soll, so dass vor dem Kiefern- und Buchenmischwald erst einmal Buschgewächse gepflanzt werden", wie Frech erklärte. Bis die Umzäunung des Geländes abgebaut werden kann, wird es indes wohl noch einige Jahre dauern.

Wichtig für Frech war abschließend: "Wir müssen bei diesem Hügel intensiv in die Nachsorge gehen." Dies rief bei den Teilnehmern breite Zustimmung hervor - ehe sie im einsetzenden Regen diese Station ihrer Sommertour beendeten und Frech für die lehrreiche Führung dankten. Bere