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Planung - Bauausschuss stimmt mit Stimmen von CDU, Grünen und FDP für ein abgespecktes Projekt der Baugenossenschaft Lampertheim im Osten der Stadt

Drei Wohnhäuser sind eines zu viel

Von 
Stephen Wolf
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Lampertheim. Der Bauausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung dem Bau zweier Wohnhäuser in der Ringstraße beziehungsweise in der Jahnstraße zugestimmt. Das Projekt, bei dem pro Gebäude fünf Wohnungen entstehen, wird von der Baugenossenschaft Lampertheim betrieben.

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Die geplanten Unterkünfte gehören den Angaben zufolge zur Kategorie „bezahlbarer Wohnraum“. Der Mietpreis fällt in einem solchen Fall zwar eher moderat aus, mit dem sozialen Wohnungsbau sind solche Behausungen jedoch nicht zu verwechseln, wie es in der entsprechenden Beschlussvorlage heißt.

Bis auf die Sozialdemokraten stimmten die Ausschussmitglieder aller Fraktionen für den Bau der beiden Gebäude. Die Vertreter der SPD hatten eine andere Variante des Vorhabens bevorzugt, bei dem insgesamt drei Wohnhäuser errichtet worden wären, was ein Plus von fünf Wohnungen zur Folge gehabt hätte. „Wir wollen mehr Wohnraum“, begründete Jens Klingler von der SPD die Ablehnung der „Variante 2“.

Tiefgarage zu teuer

Die Stadt hatte dem Ausschuss jedoch zu der Variante mit zwei Häusern geraten, da auf diese Weise Platz genug für drei Carports bleibe. Bei drei Gebäuden bräuchte man eine andere und zudem größere Fläche für Fahrzeuge, argumentierte die Stadtverwaltung. Man müsse sich fragen, ob man Wohnraum über alles setzen wolle. Zumal es noch andere Aspekte – eben Parkplätze – zu beachten gebe, fügte Bürgermeister Störmer (parteilos) hinzu. „Nur eine Tiefgarage für alle drei Gebäude wäre eine sinnvolle Lösung“, gab Helmut Hummel von der FDP zu bedenken. Wegen hoher Kosten sei eine solche unterirdische Garage aus Sicht der Baugenossenschaft indes keine Option, um dieses Problem zu lösen, wie Störmer sagte. Gegen drei Häuser spricht aus Sicht der Stadtverwaltung auch, dass in diesem Fall eine Ausgleichsfläche wegfallen würde. Das hätte jedoch eine Änderung des Bebauungsplans erfordert. Zudem würde sich die Bebauung mit drei Häusern auf die Frischluftversorgung negativ auswirken.

Stefan Griesheimer von der CDU gab zu bedenken, dass in dem dicht besiedelten Stadtteil viele Autos parken, etwa am Grünstreifen an der Ringstraße. Die Variante mit zwei Gebäuden und einem Parkplatz ermögliche es jedoch, die Situation zu entschärfen. Helmut Rinkel (Grüne) griff das Thema Tiefgarage auf. Wenn man auf den Bau unterirdischer Stellplätze aus Kostengründen verzichten müsse, sei die Variante mit zwei Gebäuden ein Kompromiss, den man eingehen müsse, sagte er. Petra Brandt von der SPD erinnerte daran, wie knapp Wohnraum in der Stadt ist. Insofern spreche sich ihre Partei für drei Häuser mit 15 bezahlbaren Wohnungen aus. Das sei eine Frage der Priorität.

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