Glätte - Nabu empfiehlt Alternativen zum Streusalz Der Umwelt zuliebe

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roi
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Lampertheim. Schnee und vor allem Eis haben dieser Tage auch Lampertheim fest im Griff. Was mitunter hübsch anzusehen ist, kann für Fußgänger und Autofahrer in Form von Glätte gefährlich werden. Damit niemand zu Schaden kommt, besteht die Räum- und Streupflicht. Lampertheimer Naturschützer raten der Umwelt zuliebe aber von Streusalz ab.

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„Wird damit gestreut, können Bäume, Pflanzen und Tiere geschädigt werden. Obendrein werden Gewässer und das Grundwasser versalzt“, erklärt Andrea Hartkorn, Erste Vorsitzende der Lampertheimer Nabu-Gruppe. Den Hauseigentümern und Mietern empfiehlt sie, auf umweltschonende Mittel zurückzugreifen. „Auf Gehwegen und in Hauseinfahrten hat Streusalz nichts verloren“, betont auch Nabu-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Bei den Straßenbäumen komme der Nährstoffhaushalt durcheinander und führe zu Trockenschäden, die sich spätestens im Sommer zeigten. Die geschwächten Bäume seien außerdem anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.

Neben den ökologischen Folgen verursacht Streusalz ökonomische Schäden wie Rost und andere Zersetzung von Metallen an Brücken und Kraftfahrzeugen. Die Lampertheimer Naturschützer befürworten deshalb Alternativen zum Streusalz wie Splitt, Sand, Sägespäne oder Lavagranulat.

Empfehlenswert seien die vom Umweltbundesamt getesteten und mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichneten Produkte, weil sie salzfrei sind. Allerdings sei man bei Eisregen machtlos und habe keine Alternativlösung zum Streusalz. Wenn es dann also doch zum Einsatz kommt, solle es sehr sparsam eingesetzt werden. „Eine Mischung aus einer Handvoll Sand und einem Esslöffel Salz zeigt in Extremlagen eine gute Wirkung“, rät der Nabu. roi