Kommunalwahl - Christdemokraten wollen Potenziale im Lampertheimer Zentrum nutzen CDU: Stadtentwicklung nimmt Fahrt auf

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urs
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Vom einst beliebten Treffpunkt zum Problemfall mitten in der Stadt: das seit Jahren leerstehende Schiller-Café. In der CDU denkt man über einen Abriss nach. © Nix

Lampertheim. Die Lampertheimer Christdemokraten setzen auf eine bauliche und gestalterische Aufwertung der Innenstadt. Hierfür finden sie mindestens drei Ansatzpunkte: das über ein Jahrzehnt laufende Programm zur Stadtentwicklung, die geplante Erweiterung der Schillerschule durch den Kreis und das Vorhaben eines Investors zum Aufbau des „Kaiserquartiers“.

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Beim Lokaltermin in der Innenstadt betonte CDU-Spitzenkandidat Alexander Scholl: „Diese Chancen sollten wir nutzen.“ Er sprach sich dafür aus, dem Landrat das Parkhaus für die Erweiterung der Schillerschule zu überlassen. Im Gegenzug will der Kreis der Stadt die Sedanhalle und die Alte Schule in Hofheim geben. Wie berichtet, stehen Stadt und Kreis in Verhandlungen über eine finanzielle Bewertung der betreffenden Immobilien. Eine Entscheidung erwartet Scholl zügig nach den Kommunalwahlen am 14. März.

Parkhaus statt Sedanhalle

Dass der Stadtumbau Fahrt aufnehme, beobachtet CDU-Parteivorsitzender Franz Korb mit Blick aufs künftige „Kaiserquartier“. Im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss war vergangene Woche das Konzept eines Investors vorgestellt worden, der den Bereich zwischen Kaiser- und Sedanstraße bebauen und neuen Wohnraum sowie Gewerbeflächen schaffen möchte. Anwohner haben sich bereiterklärt, ihre Grundstücke und Gebäude zu verkaufen. Nach Korbs Meinung sollte dabei auch die Fläche der Sedanhalle ins Kalkül gezogen werden. Dort könne möglicherweise ein neues Parkhaus entstehen und die mit dem Parkhaus in der Domgasse wegfallenden Plätze ersetzen.

Unterdessen forderte CDU-Fraktionsmitglied Alexander Scholl eine „finale Entscheidung“ für das Schiller-Café. Diese dränge umso stärker, je länger das Gebäude leer stehe. CDU-Fraktionskandidat Karl-Heinz Horstfeld sprach sich für einen Abriss aus. Dieser sei schon deshalb unabwendbar, da sich die Toiletten für körperlich beeinträchtigte Menschen unzugänglich im Kellergeschoss befänden. Stattdessen wünschte sich Horstfeld im Zentrum eine „Kneipe der Begegnung“.

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Auch den Bahnhof beziehen die Christdemokraten in ihre Vision von einer aufgewerteten Innenstadt ein. So sehen sie mit dem Stadtumbau und einer Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes Potenziale, um eine attraktive Achse entstehen zu lassen, die über den Stadtpark und den Schillerplatz bis zum Europaplatz reicht. CDU-Parteichef Korb wünschte sich, dass sich an der städtebaulichen Neugestaltung auch die Bürger beteiligten. urs