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Sicherheit - Radtour mit dem Kompass-Team zu prägnanten Punkten in der Stadt / Schulen haben Ratgeber erarbeitet

Bunte Akzente an dunklen Orten

Von 
Dieter Stojan
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Die Hauptakteure der Präventionstour waren (v. l. ) Gottfried Störmer, Stefanie von Hammel, Katja Stotz, Christina Wegerle, Matthias Seltenreich, Tobias Kilian und Uwe Becher. © Dieter Stojan

Lampertheim. Kompass in Lampertheim: Das steht in Kurzform für das Programm Kommunalprogramm Sicherheitssiegel des Hessischen Innenministeriums. Und es hat das Ziel, das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger zu stärken. Die Stadt Lampertheim und 16 weitere Kommunen haben sich seit 2019 diesem Ziel verschrieben.

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Aber nicht nur das Sicherheitsempfinden wird einer kritischen Betrachtung unterzogen, sondern auch die vorhandenen Gefahrensituationen im Verkehrsgeschehen. In einer Broschüre wurden die umfangreichen Überprüfungen und Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet aufgelistet.

Viele interessierte Bürger

Jetzt hat das Projekt Kompass zu einer Präventionsradtour eingeladen, Treffpunkt für alle interessierten Bürger war der Europaplatz. Bürgermeister Gottfried Störmer konnte denn auch zum Start der Tour nicht nur die Vertreter der Polizei Christina Wegerle, Matthias Seltenreich und Stefanie von Hammel begrüßen, sondern auch Vertreter der Parteien sowie Bürger. Katja Stotz als Projektleiterin und Christina Wegerle als Teammitglied übernahmen die Moderation und luden zu einer Radtour rund um Lampertheim ein.

Bevor es losging, gab Stefanie von Hammel, Kompassberaterin in Südhessen, ein erstes positives Statement hinsichtlich der Erfolge des Projektes. Die Aufklärungsquote steige, so Hammel. Aber das Sicherheitsgefühl der Bürger sei trotzdem immer noch negativ. Ziel sei der Kampf gegen Vandalismus, Schmierereien und Vermüllung, wobei sie Lampertheim abschließend ein gutes Zeugnis bei der Prävention ausstellte.

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Die sogenannte Angstraumbeseitigung war denn auch das Thema der ersten Stationen. Ein Mittel dazu ist die freundlichere Gestaltung mittels Graffitikunst. Tobias Kilian alias Ri- se One hat sich dabei schon einige Verdienste erworben. Die Rückwand des Parkhauses wurde attraktiv gestaltet.

Christina Wegerle und Katja Stotz berichteten über die Sicherheitsaktivitäten der angrenzenden Schillerschule. In einer Broschüre wurden Verhaltensregeln der Schüler aufgestellt und insbesondere der sichere Schulweg thematisiert. Darüber hinaus konnten Eltern mittels Fragebogen kritische Anmerkungen machen oder Verbesserungen rund um die Schule anregen. Aber auch das Parkverhalten der Eltern beim Bringen und Abholen der Kinder wurde kritisch betrachtet.

Im Stadtpark war das Toilettenhäuschen das Ziel. Auch hier hat Kilian ein schönes Graffiti erstellt. Es gab viele Beschwerden über Lärmbelästigung und Streitereien. Der Mängelmelder wird dabei viel genutzt. Ein neues Beleuchtungskonzept soll mehr Transparenz schaffen, berichtet Katja Stotz. Das Häuschen und das Café werden zukünftig permanent beleuchtet, die Sicht auf Hauptwege durch Rückschnitt verbessert.

Bahnhofsplanungen nicht einfach

Am Bahnhof berichtete Uwe Becher vom Ordnungsamt über die künftige Planung des Bahnhofvorplatzes. Bürgermeister Störmer informierte über das Bahnhofsgebäude. Eine eventuelle Sanierung kostet fast drei Millionen Euro. Verkaufsverhandlungen mit dem Eigentümer sind bis dato an dessen hohen Forderungen gescheitert, eine Förderung durch das Land ist ungewiss.

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Am Spielplatz am Pfeiffertälchen berichtet Wegerle von vielen Feten von Jugendlichen und entsprechender Vermüllung. Stotz stellte verbes- sernde Maßnahmen vor. So wurden Hecken freigeschnitten, der Zugang zur Unterführung wird besser gesi- chert, der Ordnungsdienst ist öfter vor Ort und sucht das Gespräch. Au- ßerdem reinigt der Bauhof zweimal pro Woche das Gelände. Das kostet den Steuerzahler rund 30 000 Euro im Jahr.

Auch die Unterführung der B 44 an der Hagenstraße war bis vor Kurzem nicht besonders einladend. Hier hat ein Graffiti von Kilian die Atmosphäre verbessert. Zusätzlich wurde ein Abfalleimer aufgestellt, die Beleuchtung wird verbessert.

Die Goetheschule und die B 44-Kreuzung am Darmstädter Hof waren die letzten Anlaufpunkte. Auch die Goetheschule hat einen Leitfaden für Schüler und Eltern herausgebracht, die Parksituation wurde verbessert. Am Darmstädter Hof referierte Uwe Becher über die Verkehrssituation. 19 000 Fahrzeuge pro Tag passieren die Kreuzung. Mit Hessen Mobil ist man im Gespräch, um Verbesserungen zu erreichen. Ein Fahrradweg, eine Fahrbahnverengung oder ein großer Kreisel sind Vorschläge. Eine Realisierung gestaltet sich schwierig. Störmer meinte sinngemäß, dass mit Hessen Mobil noch viele dicke Bretter zu bohren seien. Trotzdem zeigte er sich am Ende der Tour zufrieden mit den erzielten Verbesserungen, stellte aber auch fest, dass noch viele Projekte offen sind.

Freier Autor

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