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Bund gibt Last weiter

Von 
Joachim Stapler
Lesedauer: 

Zum Artikel „Meilenstein für die Stadt“ im SHM am Dienstag, 2. Februar

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Als direkt Betroffener freue ich mich natürlich, wenn die Aussichten auf Verbesserung der Situation mit der Altrheinentschlammung zu erwarten sind. Trotz alledem scheint es darauf hinauslaufen zu sollen, dass der Bund sich aus der Verantwortung verabschiedet und die Last an die Stadt Lampertheim weitergeben will. Ich persönlich lehne dies ab. Der Bund scheint nicht überall diese Haltung zu haben. Ein Beispiel will ich aufzeigen. Im Magazin „Boote“ habe ich im Frühjahr 2019 (Ausgabe 04/2019) einen Artikel gelesen. Dort hieß es: „Im November 2018 wird eine Schleuse (Kannenburg) auf der Bundeswasserstraße Obere-Havel-Wasserstraße in Brandenburg als baufällig geschlossen, eine Reparatur wird nicht stattfinden“. Zum genannten Artikel im Booteheft heißt es fünf Monate später: „Die Schleuse wird renoviert und soll 2020 fertig werden, Kosten ca. 9 Millionen Euro.“

Zunächst denkt man, dies ist sicher eine Bundeswasserstraße mit viel kommerzieller Schifffahrt. Aber falsch gedacht: Dort findet zu 99 Prozent Freizeitschifffahrt statt. Warum diese ungleiche Haltung des Bundes? Muss die hingenommen werden? Im März 2020 hat ein Gespräch des DMYV (Deutscher Motoryachtverband) und weiterer Wassersportdachverbände mit dem Bund stattgefunden. Dort hat sich laut einem Artikel in den Verbandsnachrichten des DMYV der Bund (Wasserstraßen Verwaltung) für die Nebenwasserstraßen verantwortlich erklärt. Es hat von Bundesseite also ein Paradigmenwechsel stattgefunden.

Ich finde, die Verantwortlichen der Stadt sollten dies wissen und mit Nachdruck auf diese Aussagen verweisen. Ich meine, die Verantwortung für den Lampertheimer Altrhein soll weiterhin dem Bund überlassen werden, damit dieser sein Versprechen einlöst.

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