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Konzert - Evangelischer Posaunenchor spielt unter dem Motto „Frauen erobern die Welt“ im ausverkauften Bürgerhaus / Stehende Ovationen zum Abschluss

Besondere musikalische Momente

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25 Monate nach dem ursprünglich angesetzten Termin spielt das Orchester des evangelischen Posaunenchors Hofheim ein beeindruckendes Konzert. © FH

Hofheim. Im ausverkauften Bürgerhaus gelang es dem evangelischen Posaunenchor mit seinem unter dem Motto stehenden Konzert „Frauen erobern die Welt“ dem Publikum Freude zu bereiten und deren Herzen zu erobern. Gemeinsam mit den Ehrengästen Dr. Michael Meister, dem Ersten Stadtrat Marius Schmidt, Ortsvorsteher Alexander Scholl, dem Kreisbeigeordneten Vock, Landesposaunenwart Frank Vogel, den Pfarrern Holger Mett und Adam Malczyk sowie Ex-Dirigent Franz Gander zeigte sich der ganze Saal von der musikalischen Glanzleistung der Bläserinnen und Bläser, 25 Monate nach dem ursprünglich angesetzten Termin, tief beeindruckt.

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„Kultur braucht Publikum, insbesondere in diesen Zeiten“ freute sich der seit 2010 an der Spitze des Posaunenchors stehende erste Vorsitzende, Wolfgang Herbert, in seiner Begrüßung über die beeindruckende Resonanz beim dritten Konzertanlauf, um dann weitere Ehrengästen wie Kaiserin Sissi, Whitney Houston oder Helene Fischer in den Mittelpunkt zu rücken. Doch zunächst durfte das unter der Leitung von Pascal Wichert stehende Nachwuchsorchester mit „Cinderella, das Aschenbrödel“, einem Wechsel zwischen musikalischer Gestaltung und dem Original-Märchentext, vorgetragen von Robin Vollhardt sowie der Fußball- und Partyhymne „Sweet Caroline“ seine Fortschritte unter Beweis stellen.

Ein festlicheres Eröffnungsstück als die „Libussa Fanfare“ hätte Dirigent Dirk Hindel nicht auswählen können. In die simple Harmonik und Melodieführung mischte sich eine beachtliche Ausdruckskraft dieser grandiosen Konzerteröffnung. In weitaus gemäßigterem Tempo mit Walzerkrönung am Ende kam die 1852 von Johann Strauß Sohn komponierte „Annen-Polka“ daher. In einem Arrangement für Blasorchester des Österreichers Fritz Neubeck stellte der Posaunenchor „Die lustige Witwe“ vor, eine lebhafte und beschwingte Zusammenstellung der bekanntesten Melodien dieser bedeutenden Operette.

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Premiere nach 109 Jahren

Eine Premiere gab es bei der modernen Filmmusik „Gabriellas Sang“, denn erstmals in der 109-jährigen Geschichte des Posaunenchores stand mit der brillanten Solistin Mirjam Thöne eine Sängerin mit auf der Bühne. Der gefühlvolle Liedtext erzählt die Geschichte eines schwedischen Dirigenten und ließ dank der großartigen Solistin die Herzen der Freunde moderner Filmmusik höher schlagen. Mit „Colors oft the wind“, dem „Farbenspiel des Windes“ gab es noch eine weitere Filmmusik aus dem 1995 erschienenen Disneyfilm „Pocahontas“. Anette Herbert übernahm dabei zu Beginn und am Ende den Solopart auf dem Flügelhorn.

Für die Verköstigung der Besucher in der Pause zeigte sich der Howwemer Kerbeborschverein verantwortlich, um dann zu Ehren von Kaiserin Sissi den gleichnamigen und ebenso anspruchsvollen Marsch Teil zwei einzuläuten. Die Musik spiegelte dabei die vielen unterschiedlichen Facetten der Kaiserin wieder, beschwingt, lieblich, stark und dominant, verlangte vom Orchester das ganze Können. Dirk Hindel griff dabei eigens zur geliebten Trompete und überließ Pascal Wichert das Dirigat.

Für einen besonderen Moment des Innehaltens sorgte das eindringliche Musikwerk aus der Feder des weltberühmten Komponisten Enio Morricone „The Lady Caliph“, arrangiert für Solo-Euphonium (Patrizia Jabi) sowie Leonie Trübe (Trompete) und Michelle Malz (Oboe) als weitere Solistinnen. Mit „Beauty and the Beast“ traf das Orchester ganz und gar den Geschmack des begeisterten Publikums, mehrere Solisten stellten ihre Klasse unter Beweis, etwa beim Saxofon-Solo von Robin Vollhardt, Christine Kapust am Flügelhorn oder das Duett von Ingrid Trübe und Chris Kapust mit Trompete und Posaune. Aus dem Musical „Elisabeth – Die wahre Geschichte der Sissi“ stammt „Ich gehör nur mir“, die förmlich in die Gefühlswelt der Kaiserin Elisabeth eintauchen lässt, erneut verkörpert von der brillianten Solistin des Abends Mirjam Thöne, deren Gesang berührte.

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Begeisterter Applaus

Mit einem Potpourri ihrer schönsten Stücke widmete sich der Posaunenchor dem Lebenswerk der amerikanischen Musiklegende und Superstars Whitney Houston. Komplexe Rhythmen, ein ebenso bombastisches, romantisches wie überwältigendes Finale lieferte das Orchester bei „I will always love you“. Geniale Solisten hierbei Michelle Malz (Oboje) und Robin Vollhardt (Saxophon). Zum Abschluss das „Best of Helene Fischer“, auch bei dieser fantastischen Aneinanderreihung der Hits des deutschen Schlagerstars geht der Posaunenchor ganz neue Wege, erntete stehende Ovationen, Dirigent Hindel zog sogar den Glitzerhut auf. Als Zugabe obendrauf gab es „Jubelklänge“ und den „Weibermarsch“, dazu unglaubliches Lob und Dankeschön an Dirigent Dirk Hindel, der das Orchester prägt, neue musikalische Wege aufzeigt und auf ein neues Niveau brachte.

Chapeau für diesen Abend, „wenn es passt, dann passt es eben“ so Wolfgang Herbert zur Zusammenarbeit. fh

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