AdUnit Billboard
Bildung - Trotz Corona organisiert das Lessing-Gymnasium Aktionen zur Berufs- und Studienorientierung / Ehemalige berichten von ihren Erfahrungen

Auf der Suche nach dem künftigen Berufsweg

Von 
Kevin Schollmaier
Lesedauer: 
LGL-Absolvent Sebastian Geschwind berichtet während einer Videoschalte Schülern der elften Klasse über seinen Einstieg ins Berufsleben. © Kevin Schollmaier

Lampertheim. Manchmal führen vermeintliche Umwege besser ans Ziel als der gerade, vorgezeichnete Weg. So war es auch bei Sebastian Geschwind. Der 27-Jährige ging nach dem Abitur am Lessing-Gymnasium 2013 nicht den einfachsten Weg – er ging seinen eigenen. Im Rahmen eines Berufs- und Studienorientierungsangebots berichtete er jetzt Schülern der elften Klasse von seinen Erfahrungen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Ein Jahr Freiwilligendienst, Studium in Frankreich, den Vereinigten Staaten und Berlin, Freiwilliger bei UNICEF, Auswärtiges Amt in Nairobi, schließlich zuständig für Digitalisierung bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit: Was Geschwind den Schülern erzählte, steht in keinem Lehrbuch. Gerade deshalb ist es für die Jungen und Mädchen in der sogenannten Einführungsphase vor Beginn der Qualifikationsphase fürs Abitur umso wichtiger. Die jungen Menschen stehen bald selbst vor der Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll – und ob sie überhaupt bis zur Abiturprüfung dabeibleiben wollen. Genau diese Orientierungshilfe bieten neben der ständigen Schullaufbahnberatung am LGL die Berufspraktika.

Keine alltäglichen Einblicke

„Das Gymnasium hat nicht nur einen wissenschaftlich-theoretischen Auftrag“, sagte Rektorin Silke Weimar-Ekdur, „sondern auch einen praktischen Auftrag der Berufsorientierung“. Die Europaschule wollte ihren Schülern deshalb trotz Pandemie die Möglichkeit für praktische Berufserfahrung geben und hielt – trotz Unverständnis von mancher Seite – daran fest.

„Es war früh klar, dass Praktika zum normalen Zeitpunkt nicht stattfinden können“, erklärte Volker Weigand, der die Orientierungsangebote gemeinsam mit Vanessa Mußler-Handschuh organisiert. Die Schule bot deshalb dank weiterer Lockerungen an, die Praktika in den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien nachzuholen. Weil aufgrund der Corona-Situation und der Kurzfristigkeit klar war, dass nicht jeder einen Platz finden würde, haben die beiden Lehrer für Politik und Wirtschaft auch Ersatzangebote auf die Beine gestellt. Am Ende erhielten immerhin 52 von 125 Schülern der Jahrgangsstufe Elf einen Praktikumsplatz. Zum Nachteil der „Daheimgebliebenen“ sollte das aber nicht werden.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Mit insgesamt fünf mal zwei Stunden Veranstaltungen und flankierendem Unterricht konnten sich Schüler in verschiedensten Dingen ausprobieren, Fragen stellen oder einfach zuhören. Die Arbeitsagentur etwa stellte zehn Branchen schwerpunktmäßig vor, Schüler konnten sich zuvor in für sie interessante Bereiche einwählen. Schon im Vorfeld durfte jeder einen Orientierungstest absolvieren. Firmen wie Energieried, Rechner oder auch die Stadtverwaltung stellten sich und ihre Berufsbranchen vor.

Ergänzend dazu gab es ungewöhnliche Einblicke ins Berufsleben: Die beiden Lampertheimer Tom Gärtner und Matthias Kür, die sich mit Bettwäsche erfolgreich selbstständig gemacht haben, berichteten aus der „Start-up“-Szene. Andere Ehemalige erzählten von ihrer „Work and Travel“-Zeit oder wie Sebastian Geschwind von ihren grundsätzlichen Erfahrungen nach der Schule. „Hier zahlt sich unsere große Schulgemeinde mit vielen persönlichen Kontakten über die eigentliche Schulzeit hinaus aus“, freute sich Weimar-Ekdur.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1