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Artenschutz - NABU ruft zu Mitmachaktion auf

„Amseln im Ried erholen sich wieder“

Von 
Daniela Hoffmann
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Lampertheim. Wer sich in diesem Jahr für den Artenschutz engagieren möchte, kann gleich am Dreikönigswochenende aktiv werden. Von Donnerstag, 6., bis Sonntag, 9. Januar, ruft der Naturschutzbund (NABU) wieder zur größten wissenschaftlichen Mitmachaktion Deutschlands auf. Diese steht unter dem Motto „Stunde der Wintervögel“.

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„Stunde der Wintervögel“

Die „Stunde der Wintervögel“ findet bereits zum zwölften Mal statt.

Teilnehmer brauchen keine besonderen Qualifikationen.

Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder auf dem Balkon.

Dabei wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe der 60 Minuten gleichzeitig zu sehen ist.

Die Beobachtungen können schließlich per App unter www.NABU.de/vogelwelt, unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 17. Januar gemeldet werden.

Auch telefonische Meldungen sind am Samstag, 8., und Sonntag, 9. Januar, möglich – jeweils von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1157-115. off

Dabei lädt die Organisation dazu ein, die Vögel zu zählen, die innerhalb von 60 Minuten in den Garten, den Park oder ans Futterhäuschen auf dem Balkon kommen. „So kann jeder teilnehmen. Besonders viel Spaß macht es aber, als Gruppe die Vögel zu bestimmen und zu zählen“, sagt Andrea Hartkorn, Vorsitzende des NABU Lampertheim, im Gespräch mit dieser Redaktion.

Welche der Tiere man im Ried besonders häufig entdeckt, sei sehr unterschiedlich. Beispielsweise habe sich die Zahl der Amseln durch einen Virus zuletzt deutlich reduziert. „Inzwischen erholt sich die Population allerdings wieder“, erklärt die Naturschützerin.

„Zu wenig Rückzugsräume“

Bedroht seien die heimischen Vögel vor allem durch den Wegfall von Lebensräumen. Dazu trage nicht nur die intensive Landwirtschaft bei, sondern auch die zunehmende Versiegelung von Flächen allgemein. „Dadurch gibt es zu wenig Rückzugsräume wie Hecken- und Randstreifen, wo die Vögel auch Insekten als Nahrung für ihre Brut finden könnten“, bedauert Hartkorn. Dieser Entwicklung könne jeder entgegenwirken. „Zum Beispiel, in dem man auf einen Schottergarten vor der eigenen Haustür verzichtet“, so die Lampertheimer NABU-Vorsitzende.

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Die Daten, die bei der Aktion „Stunde der Wintervögel“ gesammelt werden, seien für den Vogelschutz äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den derzeitigen Zustand der heimischen Vogelwelt geben, heißt es auch in einer Mitteilung des Naturschutzbundes. Je mehr Menschen sich daran beteiligten, desto genauer werde das Bild.

Im vergangenen Jahr hatten allein in Hessen mehr als 20 000 Menschen an dem Projekt mitgewirkt. Insgesamt gingen über 464 000 Meldungen aus mehr als 14 300 Gärten und Parks ein. Deutschlandweit wurden 5,6 Millionen Vögel gezählt. Der Haussperling ergatterte 2021 den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel. Die Kohlmeise und der Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

Redaktion

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