Hirschberg - Runder Tisch findet Artenschutz-Kompromiss Stopp des Volks- Begehrens

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stk
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Die Unterschriftensammlung wird eingestellt, Naturschützer und Landwirte arbeiten zusammen an einem Gesetzentwurf, über den der Landtag bis zum ersten Quartal 2020 beschließen soll. Das ist, knapp zusammengefasst, das Ergebnis der Besprechungen beim Hirschberger Runden Tisch.

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In einer Pressemitteilung nennt Grünen-Landtagsabgeordneter Uli Sckerl die Absprache nun ein „großartiges Ergebnis.“ Sie betrifft das Artenschutz-Volksbegehren, das Naturschutzbund und BUND zusammen mit 13 weiteren Organisationen initiierten. Nach Widerstand der Landwirte lenkten die Autoren der Unterschriftenlisten ein: Die Kritik entzündete sich vor allem am geplanten Totalverbot von Pestiziden in Schutzgebieten, schreibt Sckerl.

Sollte durch die Zusammenarbeit ein Gesetzentwurf zustande kommen, vermutet der Landtagsabgeordnete, sei das „Volksbegehren endgültig nicht mehr nötig.“ Inhaltlich bedeute der Kompromiss, dass Ökolandbau weiter ausgebaut sowie ein geringerer Pestizideinsatz vorgeschrieben werde. Zudem soll es, so der Abgeordnete „über das Volksbegehren hinausgehende Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt“ geben. Sckerl möchte die Ergebnisse des Runden Tisches nun in Versammlungen der Gemeinden kommunizieren, außerdem soll am Samstag, 9. November, ein weiterer Runder Tisch stattfinden. stk