Neckar-Bergstraße - Buchhandlungen und Amnesty wirken mit

Start in die Woche der Meinungsfreiheit

Von 
Peter Jaschke
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Auch in Ladenburg läuft die Aktion der Buchläden. © Peter Jaschke

Für das Recht eines jeden Menschen, sich frei zu äußern dürfen, macht sich die Ladenburg-Schriesheimer Ortsgruppe von Amnesty International stark: Die Aktiven, die sich weltweit für die Einhaltung aller Menschenrechte einsetzen, wirken zusammen mit vier Buchhandlungen aus dieser Region an der „Woche der Meinungsfreiheit“ mit. Damit macht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit Montag, dem Tag der Pressefreiheit, auf die Bedeutung des Themas für eine freie, demokratische und vielfältige Gesellschaft aufmerksam.

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So haben sich Buchhandlung am Rathaus sowie Seitenweise – Bücher am Markt (beide Ladenburg), Utes Bücherstube (Schriesheim) und Bücherecke am Rathaus (Heddesheim) jeweils zu einem „Ort der Meinungsfreiheit“ erklärt. Die dazu passende Literatur ist in den Schaufenstern ausgestellt. In den Läden liegen Petitionslisten für verfolgte Journalisten in China und Ägypten aus.

Die einwöchige Aktion endet nicht zufällig am Montag, 10. Mai: Das ist der Jahrestag, an dem Adolf Hitlers Nationalsozialisten 1933 in Berlin Bücher der von ihnen geächteten Autoren wie Erich Kästner und Kurt Tucholsky verbrannt haben. „Heute werden überall auf der Welt Menschen angegriffen, verfolgt und getötet, weil sie von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machen“, erklären Bärbel und Wolfgang Luppe von jener Amnesty-Ortsgruppe die Brisanz der Aktion.

Lebendige Debatten nötig

Ziel ist es, auf die Bedeutung der Freiheit des Wortes und lebendiger Debatten hinzuweisen. Als „starke Bewegung für Vielfalt, Demokratie und Toleranz“ kämpft das breite gesellschaftliche Bündnis, das die Initiative unterstützt, für „einen Umgang, der von gegenseitigem Respekt, Zuhören, Ausredenlassen, Reflexion und argumentativem Abwägen geprägt ist“.

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Freier Autor Peter Jaschke ist von Haus aus Diplom-Geograf (Universität Mannheim) und Landschaftsgärtner. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband, freier Mitarbeiter seit 1997 und macht überwiegend regionale Berichterstattung, nimmt aber auch Sport- und Kultur-Termine wahr. Er ist einer der Ko-Autoren der Stadtchronik "Aus 1900 Jahren Stadtgeschichte" und schreibt u.a. für ein Fachmagazin.