Ladenburg - TA berät über Fahrrad-Stellmöglichkeiten Parkraum im dreistelligen Bereich fehlt

Von 
Stephanie Kuntermann
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Zwei Stellflächen am Domhof-Platz sollen in den Sommermonaten umgewidmet und als Abstellmöglichkeit für Fahrräder genutzt werden – so steht es am Mittwochabend auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses. Aktuell gibt es für Autos in diesem Bereich sechs Parkplätze. Nach dem Willen der Verwaltung sollen es in der Zeit zwischen Sommertagszug und Altstadtfest nur noch vier sein.

Keine Alternative für Räder: Die Fläche vor dem Eiscafé. © kuntermann
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Auf der Fläche sollen Bügel für Räder installiert werden, beklagt doch die Verwaltung, dass die Drahtesel in den Sommermonaten „wild geparkt“ werden. Sie könnten auch nicht vor dem Mäuerchen am Eiscafé stehen, da der Platz von Fußgängern und spielenden Kindern genutzt werde. In einem Dialog mit Gewerbetreibenden, den die Stadt im Februar führte, seien aber Umsatzeinbußen befürchtet worden, wenn mehr als ein Stellplatz entfalle.

Kommunikation mit Rathaus

An dem Gespräch habe seine Stellvertreterin, Renate Henseler-Sohn, teilgenommen, sagt BdS-Vorsitzender Christoph Ehry im Gespräch mit dieser Redaktion. Er sei „ein bisschen verschnupft“, fährt er fort: „Denn ich habe den Eindruck, dass wir hier nur mal gefragt werden, aber es nicht gewünscht wird, wenn der BdS in eine Entscheidung einbezogen wird.“ Da ist einmal die Kommunikation zum Rathaus, die durch die Schaffung einer Stelle im Stadtmarketing eigentlich hätte verbessert werden sollen. Doch von den bisherigen Resultaten ist er enttäuscht.

Und dann ist da noch das Thema Parken: Nicht weniger, sondern mehr Flächen würden gebraucht, sagt er. Gutachten hätten das schon vor Jahren festgestellt: „Sie besagen, dass uns Parkraum im deutlich dreistelligen Bereich fehlt.“ Seither kämpfe der BdS dafür, dass gerade in der Altstadt eine Besserung eintrete. „Und ich bin nicht der Einzige, der stocksauer ist“, bemerkt der BdS-Vorsitzende, der befürchtet, „dass in den letzten Monaten nur noch Fahrräder en vogue sind, während alles andere hinten angestellt wird.“

Gemeinsame Zielsetzung

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Ehry beruft sich auf ein weiteres Gutachten aus dem Jahr 2004; darin wird angeregt, dass verschiedene Akteure an einer Zielsetzung und Visionen für die Stadt arbeiten. Dazu sollten Verwaltung, Altstadt-Anwohner, BdS und die Wirtevereinigung zusammenarbeiten.

Da Letztere aber nicht mehr aktiv sei, würden diese Planungen auf Eis liegen, beklagt der BdS-Vorsitzende. Auch er betont, dass sein Verband nicht gegen Rad-Abstellmöglichkeiten sei. Doch würden auch dringend Parkplätze benötigt. Und mehr Mitspracherechte: „Vieles wird erst dann kommuniziert, wenn die Entscheidungen im Rathaus schon längst gefallen sind.“