Ladenburg - Trägerverein Postillion stellt im Gemeinderat den Architektenentwurf des neuen Nordstadt-Kindergartens vor Nordstadt-Kindergarten: Kleines Areal, großes Gebäude

Von 
Stefan Skolik
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Die Straßenansicht des geplanten neuen Kindergartens in der Nordstadt (oben) und die Gartenansicht mit großen Fensterfronten, rechts oben die große Dachterrasse mit rotem Sonnenschirm. © Roth Architekten

Wie teuer der neue Kindergarten in der Nordstadt von Ladenburg werden wird, das steht noch nicht exakt fest – rund vier Millionen Euro hat die Verwaltung veranschlagt. Der Zeitpunkt, wann er fertig werden könnte, ist da schon genauer zu bestimmen: Falls der Gemeinderat zügig zu einer Entscheidung kommt und die Landeszuschüsse nach einem Bauantrag in diesem Sommer fließen, könnte das neue Gebäude schon Ende 2022 für die Kinder bezugsfertig sein. Das jedenfalls meinte Architekt Jürgen Roth, der mit seinem Büro vom Trägerverein Postillion mit der Planung der Betreuungseinrichtung beauftragt worden ist.

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Das Schwetzinger Büro Roth.Architekten arbeitet eng mit Postillion zusammen. „Sie haben schon viele Kindergärten gebaut“, versichert Stefan Lenz, der geschäftsführende Vorsitzende des Trägervereins. Dennoch war die Konzeption dieses Gebäudes eine große Aufgabe für Roth und seine Kollegen.

Drei Geschosse, vier Gruppen

„Es war eine Herausforderung, auf einem so kleinen Grundstück zu planen“, sagte Roth bei der Vorstellung seines Entwurfs in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, wusste aber auch: „Es wurde lange nach einem Grundstück gesucht.“

Der neue Kindergarten soll drei Geschosse haben und ist zunächst auf vier Gruppen angelegt. Wegen der Grundstücksgröße musste mit drei Ebenen geplant werden. „Wir haben eine große Nutzfläche, einen geringen Flächenbedarf und dadurch eine hohe Nachhaltigkeit“, strich Roth die Vorteile der kniffligen Planung heraus.

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Ein insgesamt großzügiger Grundriss, große Fensterfronten und dadurch viel Licht in den Räumen, durchdachte Konzeptionen und Aufenthaltsbereiche – das zeichnet den Roth-Entwurf aus. Es ist zu spüren, dass die jungen Architekten im Team ihr Herzblut in die Planungen gesteckt haben. Aber es ist auch einiges an Erfahrung vorhanden – das belegen Bilder von Bauten in Nachbargemeinden.

Pro Gruppe kann das Bauvorhaben übrigens mit einem Landeszuschuss von 120 000 Euro rechnen. Wie hoch die Gesamtkosten am Ende werden, hängt von der noch zu planenden Bauausführung ab: Von den Materialien und vor allem auch vom Energiestandard, der erreicht werden soll.

Bushaltestelle wird umgebaut

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Einstimmig beschloss der Gemeinderat den behindertengerechten Umbau der Bushaltestelle am Carl-Benz-Platz. Nach einer zweiten Ausschreibung erhält nun die Firma Hauck aus Waibstadt den Zuschlag für knapp 190 000 Euro. In der Summe enthalten sind Straßenbauarbeiten für die Stadt Ladenburg unddie Verlegung von Gasleitungen für die MVV Energie GmbH.

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Baubeginn soll im März sein, während der Arbeiten muss die Bahnhofstraße voll gesperrt werden. Die Buslinie wird über die Jahnstraße umgeleitet, der Autoverkehr geht dann über die Benz-Straße und Wallstadter Straße. „Bis zu den Sommerferien sind die Arbeiten erledigt“, versprach Stadtbaumeister André Rehmsmeier.

Redaktion Planer Neckar-Bergstraße / Redakteur Ladenburg