Ladenburg - St. Martin für Silvia Streun ein zeitloses Vorbild / Dank Kolpingfamilie 64. Umzug "Lichtbringer" für andere

Von
Peter Jaschke
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Gunter Stamm vom Reitverein auf "Aquino" verkörperte St. Martin beim Umzug in Ladenburg.

© pj

St. Martin, also Hufschmied Gunter Stamm vom Reitverein, sitzt am mittelalterlichen Martinstor auf einem Pferd ("Aquino"). So hört und sieht der Mann mit dem Goldhelm und dem roten Umhang der Martinsgeschichte zu. Dank örtlicher Gegebenheiten unweit der längst nicht mehr erhaltenen St. Martinskirche hat der Abschluss des Traditionsumzug in der Römerstadt stets historischen Charakter.

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Zum 64. Mal führte, vertreten durch Barbara Volk, Sabine Schmitt und Andrea Bündgens, die örtliche Kolpingfamilie Regie. Ansonsten war es ähnlich wie überall: Singend und mit Laternen in den Händen zogen Kinder durch die Straßen. Evangelischer Posaunenchor und Stadtkapelle spielten dazu auf. "Wir gehen von rund 800 Teilnehmern aus, etwas mehr als im Vorjahr.

Es lief alles reibungslos", sagt Steffen Bott vom Polizeirevier Ladenburg, der mit seinen Kollegen und Kräften von der Freiwilligen Feuerwehr den Tross absicherte. Diesmal führten am Ende Mädchen und Jungen aus dem Günther´schen Kindergarten um dessen Leiterin Martina Lucas als Erzählerin auf dem Hänger der Getränkefirma Weik eine kleine Martinsgeschichte auf.

"Ich könnte von Euch mit Euren Laternen sagen: Ihr seid Lichtbringer, denn Ihr habt die Stadt ein bisschen heller gemacht", sagte Gemeindereferentin Silvia Streun von der Seelsorgeeinheit Ladenburg-Heddesheim bei ihrer ersten St. Martinsansprache in Ladenburg. Auch der Reiter der einst bei großer Kälte seinen wärmenden Mantel für einen Bettler geteilt haben soll, sei ein "Lichtbringer" gewesen, indem er einem Menschen in Not geholfen habe.

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"Wie können wir heute Licht für andere werden?" Ihre rhetorische Frage beantwortete Frau Streun gleich selbst: Man könnte nach St. Martins Vorbild Traurige trösten, Kranke und Einsame besuchen oder Menschen beistehen, die ihr Zuhause verloren haben und Zuflucht suchen. "Kurz: jemandem eine Freude machen oder helfen", schloss Streun.