Ladenburg - Waldkindergarten „Am Wasserbett“ kommt Klares Ja zum Bauwagen

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stk
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Landwirtschaft und Streuobstwiesen: Auf der Gemarkung„Am Wasserbett“ soll künftig der Standort des Waldkindergartens sein. © Kuntermann

Die Initiative für einen Waldkindergarten ist nicht neu: Einen ersten Vorstoß gab es bereits vor einiger Zeit in der Römerstadt. Doch zogen sich die damals handelnden Personen zurück. Zwischenzeitlich habe die Stadt nun einen neuen Träger gefunden, der die Einrichtung betreiben wolle, gab Stefan Schmutz jetzt im Technischen Ausschuss bekannt.

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Auch ein Grundstück wurde bereits gefunden, der Bürgermeister nannte die Lage „idealtypisch“: eine Fläche unweit des Wasserspielplatzes im Gewann Wasserbett. Sagenhafte 15 000 Quadratmeter ist das Areal groß, das auf dem Lageplan teilweise als von Gebüsch eingefasste Fläche gekennzeichnet war.

Platz für 15 Kinder

Auch wenn es einem Waldkindergarten Platz bietet, so gibt es hier doch keinen Wald, so Schmutz: „Aber Streuobstwiesen.“ Dort soll ein Bauwagen als Unterkunft für die Gruppe dienen: Zum einen ging es in der Sitzung nun darum, seine Aufstellung bewilligen, zum anderen, einem Investitionszuschuss für den Betreiber zustimmen.

35 000 Euro, erklärte Schmutz, seien für diesen Zweck bereits im Haushalt eingestellt. Er zeigte, wofür das Geld verwendet wird: Der Bauwagen ist gut zehn Meter lang und etwa 2,5 Meter breit, bekommt fünf Fenster und eine breite Eingangstreppe. „Er hat eine Bio-Toilette, die regelmäßig geleert wird“, erklärte Schmutz auf Anfrage aus dem Gremium. Auch sonst werde keine Erschließung gebraucht: „Der Wagen ist völlig autark.“ Und biete Platz für eine eingruppige Einrichtung mit 15 Kindern. Sie soll, das sei derzeit der Plan, von 8 bis 14 Uhr geöffnet haben, also keinen Ganztagesbetrieb bieten.

Beginn im ersten Quartal 2020

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Der TA gab einmütig grünes Licht. Gudrun Ruster (FW) formulierte knapp: „Wir sind für solche Sachen offen.“ Max Keller (Grüne) fragte, ob eine Gestaltung des Geländes geplant sei. Der Betreiber habe sich über die naturnahe Anlage gefreut und wolle sie nicht ändern, erklärte Schmutz. Bevor die Kinder kommen, solle noch eine Begehung stattfinden, die klärt, ob die Pflanzen alle für Kinder geeignet seien, fuhr er fort und kündigte an: „Ich gehe davon aus, dass der Kindergarten im ersten Quartal 2020 seinen Betrieb aufnehmen kann.“

Auch für unter Dreijährige wird das Angebot in der Römerstadt bald noch größer werden. In der Hauptstraße soll eine Dreizimmerwohnung zur Tagespflegeeinrichtung umgenutzt werden – ein Antrag, dem das Gremium ohne Diskussion die Zustimmung erteilte. „Wir sind froh“, bekannte Schmutz, „dass es immer wieder Tagesmütter oder -väter gibt, die so etwas machen.“ Neun Kleinkinder können künftig hier betreut werden. stk