Neckarwiese - Zehn Anzeigen bei Demo

„Klappstuhlfrühstück“ in Ladenburg: Polizei erteilt Platzverweise

Von 
Red
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Bis zu 140 Menschen versammelten sich auf der Neckarwiese. © pj

Ladenburg. Da haben viele Spaziergänger und Radausflügler am Sonntagnachmittag nicht schlecht gestaunt: Auf der Ladenburger Neckarwiese sah man bei strahlendem Maiwetter zeitweise bis zu 140 Personen picknicken, musizieren, tanzen und singen. Friedlich und im Freien zwar, doch bei den gegenwärtigen Corona-Fallzahlen erlauben die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im Rhein-Neckar-Kreis natürlich keine Zusammenkünfte im öffentlichen Raum. Deshalb dauerte es nicht lange, bis immer mehr Polizeikräfte eintrafen, um die Versammlung aufzulösen.

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Wie vor Ort zu erfahren war, fand unter den Bäumen am Neckarufer ein „Klappstuhlfrühstück“ wie zufällig statt. Dies bestätigte ein Sprecher der Polizei am späten Nachmittag auf Anfrage dieser Redaktion: „Es handelte sich um eine bundesweite Aktion, zu der übers Internet aufgerufen worden war, um aus Sicht der Initiatoren auf die Situation aufmerksam zu machen.“ In der Spitze bis zu 140 Personen hatten sich in Ladenburg getroffen, so die Polizei, die Platzverweise erteilte. „Es ist friedlich geblieben“, bestätigte der Sprecher.

Gegen Masken, für Trump

Einige der Teilnehmer trugen Shirts mit dem Aufdruck: „Grundrechte sind nicht verhandelbar.“ Das ließ viele auf sogenannte Querdenker schließen. „Sind das Querdenker?“, fragte eine Radlerin ihren Begleiter beim Vorüberfahren. Viele Passanten blieben stehen und betrachteten die Aktion. „Da kann man nur mit dem Kopf schütteln: Die sind gegen Masken und für Trump“, sagte eine junge Passantin.

„Die armen Polizisten“, ärgerte sich ein Mann darüber, dass Teilnehmer des „Klappstuhlfrühstücks“ den Beamten zuriefen: „Wir zahlen Eure Gehälter!“

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