Ladenburg - Am Sonntag BUND-Sammelaktion zum Mitmachen in Eigenregie / Stadt beauftragt Dienstleister mit Leerung

Im Kampf gegen den Müll

Von 
Peter Jaschke
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Mülleimer wie dieser an der Ladenburger Fährwiese sind oft überfüllt. Die Stadt beauftragt wieder externe Dienstleister mit dem Entleeren. © Peter Jaschke

Seit Ostern wird in der Mannheimer Innenstadt an den Wochenenden öfter Müll geleert. Außerdem lässt die Quadratestadt zusätzliche Abfalltonnen aufstellen. Eine ähnliche städtische Initiative wünschen sich mit Blick auf die wärmere Jahreszeit viele Bürger auch in Ladenburg. Die Stadt reagiert: „Aufgrund des erhöhten Müllaufkommens an den Wochenenden sowie an den Feiertagen ist das Unternehmen Schäfer mit der Leerung von Mülleimern und der Säuberung der Neckarwiesen bis September beauftragt“, teilt Rathaussprecherin Nicole Hoffmann auf Anfrage mit.

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Der Rahmenvertrag sehe jeweils fünfstündige Einsätze von täglich zwei Mitarbeitern vor, was sich jedoch bedarfsweise verlängern oder verkürzen lasse, so Hoffmann. Die Jahreskosten beliefen sich auf voraussichtlich 15 000 Euro. Zum Hintergrund der externen Auftragsvergabe teilt die Sprecherin mit, dass die Leistungen des städtischen Bauhofs allein im Bereich der Grünpflege auf den Neckarwiesen stark gefordert seien. Entsprechende Ausschreibungen seien leider erfolglos geblieben.

Vom Wunsch vieler Einwohner nach einer sauberen Stadt fühlt sich jetzt ein Team der Ladenburger Ortsgruppe des Bunds für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) aufgerufen, eine dritte Müllsammelaktion in diesem Jahr durchzuführen, die über die Flächen am Flussufer hinausgeht.

Diesmal aber zum Mitmachen für alle. Am Sonntag, 11. April, soll unter dem Motto „Masken und mehr“ im Stadtgebiet und in der umgebenden Feldflur Unrat aufgelesen werden. Wie die Gruppe um Vorstandsmitglied Peter Petersen (Mail: pet.pet@t-online.de) mitteilt, sei diese Aktion unter „strenger Berücksichtigung der geltenden Kontaktbeschränkungen jeweils von einzelnen Familien oder Personen aus jeweils einem Haushalt“ in Eigenregie durchzuführen. Arbeitsmittel wie Säcke und Handschuhe stellen die Sammler selbst.

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Keine Einteilung von Bereichen

„Es werden keine Sammelbereiche zugeteilt, deshalb bitten wir alle, das Augenmerk auf die direkte Umgebung zu richten“, heißt es. Aus Rücksicht auf Jungtiere und Bodenbrüter soll außerhalb der Bebauung nur an Wegerändern gesammelt werden. Bei dieser Aktion befüllte Müllsäcke dürfen am Eingang des Freibads abgelegt werden, damit sie der Bauhof entsorgen könne. „Wir begrüßen die Aktion, solange dezentral gesammelt wird und Corona-Regeln eingehalten werden“, so Stadtsprecherin Hoffmann.

Freier Autor Peter Jaschke ist von Haus aus Diplom-Geograf (Universität Mannheim) und Landschaftsgärtner. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband, freier Mitarbeiter seit 1997 und macht überwiegend regionale Berichterstattung, nimmt aber auch Sport- und Kultur-Termine wahr. Er ist einer der Ko-Autoren der Stadtchronik "Aus 1900 Jahren Stadtgeschichte" und schreibt u.a. für ein Fachmagazin.