Ladenburg - Rouven Gruber, Hans Ehrenpreis und Jeannette Friedrich singen für Mannheimer „Soulkitchen“ / Unplugged-Konzert aus der Stadtkirche im Internet Emotionale Momente bei Benefizreihe

Von 
Peter Jaschke
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Die Duette von Rouven und Jeannette zählten zu den Höhepunkten bei der dritten Auflage der „Unplugged“-Reihe von Rock at Church. © Peter Jaschke

Ladenburg. Als vor drei Jahren ein Freund von Rouven Gruber starb, schrieb der Schüler „Memories Never Die“ (Erinnerungen sterben nie). In seinem Song singt der Käfertaler: „In meinem Herzen lebst Du weiter bis in die Ewigkeit“. Die bewegende Ballade widmete der angehende Abiturient am Samstagabend in Ladenburg „allen, die Menschen an Corona verloren haben“. Das war der emotionale Höhepunkt der dritten Online-Sendung in der „Unplugged“-Reihe von „Rock at Church“ aus der evangelischen Stadtkirche.

Dokumentation im Fernsehen

  • Am Mittwoch, 10. März, zeigt der SWR um 20.15 Uhr eine TV-Dokumentation über Rouven, seinen Auftritt in Ladenburg und das Hilfsprojekt „Soulkitchen“.
  • Spendenkonto der Kirchengemeinde: DE50 6729 0100 0074 5838 6 (Betreff: Ekila/R@C). pj
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Mit seinem Programm aus überwiegend entspannten Coversongs unter anderem von Ed Sheeran und Max Giesinger sowie sensiblen Balladen aus eigener Feder erzielte der Nachwuchssänger allein bis Sonntagvormittag mehr als 650 Aufrufe auf dem Videokanal der Kirchengemeinde im Internet. Zum Erfolg trug auch der Mannheimer Gitarrist, Sänger und Gesangspädagoge Hans Ehrenpreis bei, der Rouven seit langem musikalisch begleitet. Ihre zweistimmige Version von „Super Girl“, im Original bekannt durch Reamonn, wurde nur von Rouvens hinreißendem Duett „Savage Love“ mit Jeannette Friedrich übertroffen. Dabei stellte die 1977 geborene Ladenburger Sängerin und Darstellerin des Mannheimer Capitol-Ensembles einmal mehr ihre grandiose Stimme unter Beweis. Sie ist Rouvens Gesangstrainerin.

„Ich freue mich, dass wir zusammen für einen guten Zweck singen“, sagte Jeannette, die Rouven und andere 2017 bei deren Mitwirkung am Ladenburger „Luther“-Musical gecoacht hatte. Jetzt unterstützte sie auch ein soziales Anliegen des jungen Kollegen. Kamen die Spendenerlöse des jüngsten Auftritts doch „Soulkitchen“ (Seelenküche) zugute: Der Ableger von „Freezone“, dem Mannheimer Hilfsangebot für jugendliche Obdachlose, bietet mit einem Foodtruck am Alten Messplatz („Alter“) täglich warmes Essen an. „Seit Anfang November wurden mehr als 1000 Essen ausgegeben“, freute sich Rouven.

Das gefällt auch dem Ladenburger Nils Kreitzscheck. Der Mitinhaber der Firma „Fast Forward“ managte mit seinem Team, darunter Ladenburgs Chris Friedmann, nicht nur die dritte Digitalsendung aus der Corona-bedingt aufgelegten „Unplugged“-Reihe, sondern hat seit Ausbruch der Pandemie bereits rund 60 Internetübertragungen für die Kirchengemeinde produziert. „Es ist immer noch nicht geil, aber es könnte schlimmer sein“, zieht der Veranstaltungstechniker Corona-Krisenbilanz. Vielen Kollegen gehe es leider „ziemlich bescheiden“, doch habe seine Firma „das Glück, divers aufgestellt zu sein“.

Freie Autorenschaft Peter Jaschke ist von Haus aus Diplom-Geograf (Universität Mannheim) und Landschaftsgärtner. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband, freier Mitarbeiter seit 1997 und macht überwiegend regionale Berichterstattung, nimmt aber auch Sport- und Kultur-Termine wahr. Er ist einer der Ko-Autoren der Stadtchronik "Aus 1900 Jahren Stadtgeschichte" und schreibt u.a. für ein Fachmagazin.