Ladenburg - Historische Fotos von 1970 im Schaukasten Dauerthema Hochwasser

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pj
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1970 war die Südstadt durch Rückstau von Neckarwasser im Kandelbach bedroht. © Peter Jaschke

Zwei Frauen mit wärmenden Kopfbedeckungen diskutieren am wasserumspülten Ende des überfluteten Bollwegs möglicherweise, ob der Pegel des Kanzelbachs noch steigt: Das sind Erinnerungen an die Folgen eines Neckarhochwassers im Februar vor 51 Jahren. Damals mussten flussaufwärts in Heidelberg Teile der Altstadt evakuiert werden. Deutschlandweit kam es zu schweren Überschwemmungen. In der Römerstadt waren Flussvorland und Freibad betroffen sowie, durch Rückstau, auch einige der Südstadt-Neubauten am Bach.

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Weitere solcher „Historischen Bilder“ zeigt der Heimatbund Ladenburg derzeit im Schaukasten am Domhof in der Hauptstraße. Ulrich Erhardt hat sie zusammengestellt. Die Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1948 und 1970 belegen, warum schon die einst hier siedelnden Kelten vom „wilden Gesellen“ (Neckar) sprachen, der oft über seine Ufer trat, bis er durch Schutzmaßnahmen und Umbauten entlang des Ufers und der Zuflüsse in jüngerer Zeit weitgehend gebändigt wurde.

Bilder auch im Jahrbuch

In früheren Jahrhunderten standen teils verheerende Hochwasser nach der Schneeschmelze oft in Zusammenhang mit zerstörerischem Eisgang. Zuletzt fror die Neckaroberfläche 1962/63 komplett zu. Fotos von Ladenburgern, die in den 1930er- bis 50er-Jahren öfter auf ihrem Hausfluss Schlittschuhlaufen konnten, zeigt das Heimatbund-Jahrbuch von 2017, nicht jedoch die aktuelle Glaskastenschau. pj