Ilvesheim - Die Veranstaltungsreihe "Klingende Kirche" unter dem Motto "Wald" begeistert Besucher / Thomas Weisser kündigt kreative Pause an Märchenhafte Musikstücke interpretiert

Von 
Franz-Albert Senzig
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Die Veranstaltungsreihe "Klingende Kirche" der evangelischen Kirchengemeinde in der Martin-Luther-Kirche in Ilvesheim ist für die Ilvesheimerin Johanna Harloff ein fester und attraktiver Termin im Kirchenjahr. Johanna Harloff: "Ich höre gerne klassische Musik. Die Musik und die Darbietungen der Ballettschülerinnen sind immer wunderschön, deshalb komme ich jedes Jahr".

Das Saxophon-Trio mit Renate Kummer und ihren Töchter Alexandra und Susanne (Bild links) sowie die Tänzerinnen der Ballettschule Zeitz beidruckenden die Besucher der Veranstaltungsreihe "Klingende Kirche" in Ilvesheim mit ihren Darbietungen.

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Bereits zum zehnten Mal lud die Kirchengemeinde zu dieser beliebten Konzertreihe ein. Thomas Weisser, Ehemann der evangelischen Pfarrerin Eva Weisser, begrüßte das Publikum zur Veranstaltung unter dem Motto "Wald". Flöten-, Saxofon-, Orgel-, Trompeteninstrumentalisten, der evangelische Kirchenchor sowie die Ballettschülerinnen der Ballettschule Zeitz interpretierten märchenhafte, geheimnisvolle, romantische und volksliedhafte Musikstücke verschiedener Komponisten. Ein Wermutstropfen am Konzertende: Moderator Thomas Weisser informierte, dass die "Klingende Kirche" eine kreative Auszeit nehmen werde. Mehrere tausend Besucher hätten die bisherigen Konzertreihen besucht und musikalisch sei die ganze Welt bereist worden, ließ er weiter wissen.

Stefanie Sander an der Trompete

Mit dem Klassiker "Konzert mit Trompete und Orgel d-moll" vom italienischen Komponisten Giuseppe Torelli begann das Konzert. Stefanie Sander an der Trompete wurde dabei von Dieter Kegelmann an der Orgel begleitet. Über 70 Ballettschülerinnen zeigten mit ihren beeindruckenden tänzerischen Beiträgen einen bunten Querschnitt ihres Könnens durch alle Alters- und Leistungsklassen der Ballettschule.

Ihren ersten großen öffentlichen Auftritt hatten die Jüngsten der Ballettschule mit ihren Zipfelmützen, beim "Zug der Zwerge" zum Werk von Jacques Offenbach. Einfallsreiche Choreografien und Kostümzusammenstellung von Tanzpädagoge und Ballettschulleiter Thorsten Zeitz zeichneten die weiteren Auftritte der Ballettschülerinnen aus. Sowohl die Aufführungen der jüngeren Ballettschülerinnen, verkleidet als "Marienkäfer", "Schmetterlinge" oder "Brombeeren" zu Werken von Adolphe Adam und Felix Mendelssohn als auch die Aufführungen der höheren Leistungsklassen der Ballettschule bei Interpretationen der Werke von Josef Strauss, André Messanger und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky mit artistischen Sprungformen und einem scheinbar mühelos arrangierten Gleichgewicht waren beeindruckend.

Ein nicht alltägliches Hörerlebnis

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Die Zuschauer belohnten die Performance mit viel Applaus nach jedem Aufritt. Abgerundet wurden die Ballettaufführungen mit dem Appetizer "Rotkäppchen und der böse Wolf" einer geplanten Ballettaufführung für das Jahr 2018.

Ein nicht alltägliches Hörerlebnis das Saxophon-Trio (Renate Kummer und ihre Töchter Alexandra und Susanne). Sie gaben u.a. aus Disneys Dschungelbuch "Ich wär so gern wie du" und "Probier's mal mit Gemütlichkeit", "The Lion Sleeps Tonight" und "Hänsel und Gretel" zu Gehör. Saxophonistin Renate Kummer schreibt Chor- und Klavierwerke für das Saxophon um. Selbstverständlich durfte der evangelische Kirchenchor unter Leitung von Matthias Berges mit "Abschied vom Walde" (Felix Mendelssohn) und "Zigeunerleben" (Robert Schumann) - beides vierstimmig - nicht fehlen. Souverän das Blockflöten-Ensemble Renate und Alexandra Kummer sowie Lynn Zimmermann bei "Lustig ist das Zigeunerleben" und ,,Nun ruhen alle Wälder".

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Trompetenklänge von Stefanie Sander und Paul Bläß begleitet von Dieter Kegelmann an der Orgel bescherten den Besucher mit "Trumpet Voluntray" von William Boyce gegen Konzertende nochmals einen absoluten Hörgenuss.

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Mit viel Beifall und lobenden Worten an die "Macher" des Programmes (federführend Friederike Mauler mit Thomas Weisser, Dieter Kegelmann und Niklas Sikner), an die Instrumentalisten, an den evangelischen Kirchenchor als auch an den Leiter der Ballettschule Thorsten Zeitz würdigten die Besucher das abwechslungsreiche und kurzweilige Kirchenevent. Nach dem Konzert lud die evangelische Kirchengemeinde auf den Kirchenvorplatz zu einem kleinen Sektumtrunk ein.

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